25-jährige Australierin stirbt aufgrund von zu viel Protein?! - Gannikus.de

Mutter fordert Regulierungen25-jährige Australierin stirbt aufgrund von zu viel Protein?!

Immer wieder verteufeln die Medien Bodybuilder, die zu viel Protein zu sich nehmen, denn über die optimale Eiweißmenge für Athleten und Sportler wird nach wie vor heftig diskutiert. Während sich die einen an zwei Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht halten, nehmen einige Schwergewichtsathleten um die 400 bis 500 Gramm zu sich. Zu viel des Guten ist auch das Stichwort, das uns zu der Geschichte von Meegan Hefford führt. Die 25-Jährige starb nämlich nichtsahnend unter anderem an einer zu hohen Proteinmenge in ihren Eiweißshakes.

Die australische Athletin verstarb während ihrer Wettkampfvorbereitung im Juni 2017 in ihrem Appartement. Wie thesun.co.uk schreibt, wurde sie von einem Immobilienmakler, der die Wohnung kontrollieren wollte, zu Hause  bewusstlos aufgefunden und sofort in ein Krankenhaus eingeliefert, wo sie letztendlich für hintot erklärt wurde und starb. Zahlreiche Medien machten den überhöhten Proteinkonsum der erst 25-Jährigen für das tragische Ableben verantwortlich, doch so glasklar schien die Sache damals noch nicht zu sein, denn sie litt zudem an einem seltenen Gendefekt.

Tödliche DosisJunger Australier stirbt an Koffein-Proteinshake!

Das Bodybuilding ist eine Sportart, die jedem ernsthaft Trainierenden sehr viel abverlangt. Seien es die vielen Stunden harten Trainings oder sei es die restliche Zeit, die man damit verbringen muss, konstant auf eine gute Ernährung zu achten. Oft verwenden Athleten Nahrungsergänzungsmittel, wie unter anderem gewöhnliches Eiweißpulver, Kreatin, Zink-Tabletten und so weiter, wovon sie sich einen […]

Laut der englischen Zeitung "The Sun" war der tatsächliche Grund für ihren Tod nicht der Proteinshake an sich, sondern die Tatsache, dass das Eiweiß, das Meegan im Rahmen ihrer Wettkampfvorbereitung in noch höheren Mengen zu sich nahm, wie Gift auf ihren Körper wirkte. Die genaue Bezeichnung für die Krankheit, an der die Bikini-Athletin litt, sei der britischen Zeitung zufolge eine Störung des Harnzyklus. Genau durch diesen Defekt kann das Ammoniak, das durch den Proteinabbau entsteht, nicht mehr abgebaut und somit enorm gefährlich für den Körper der Betroffenen werden.

Meegans Mutter warnt seither vor zu proteinreicher Ernährung. Der Auslöser dafür war, dass sie merkte, wie sich ihre Tochter ausschließlich von rotem Fleisch, Hühnchen, Eiweißshakes und gelegentlich von gedämpften Gemüse ernährte. Ihrer eigenen Aussage nach habe Mutter Michelle zunächst keinen zweiten Gedanken daran verschwendet, ob sich die 25-Jährige mit so einer Ernährung in Gefahr bringe, als sie merkte, wie gesund und fit ihre Tochter aussah. Doch dann stellte Michelle fest, dass die Hände ihrer Tochter ständig zitterten, woraufhin sie ihr riet, eine Trainingspause einzulegen.

Infolge des Todes von Meegan Hefford wurde vom australischen Gesundheitsministerium eine nationale Untersuchung zu Bodybuilding-Nahrungsergängzungsmitteln eingeleitet. Dabei stellte man fest, dass eine Chemikalie namens "NADB", die eine sehr ähnliche Strukturchemie wie Methamphetamin aufweist, einigen Supplementen beigesetzt wurde. NABD kann unter Umständen zu Bluthochdruck, Erbrechen, Gehirnblutungen und Schlaganfällen führen. Mutter Michelle fordert aufgrund dessen Regulierungen im Supplementbereich, auch wenn diese Verunreinigungen letztlich nichts mit dem Tod ihrer Tochter zu tun haben.


Quelle:
thesun.co.uk/fabulous/9509052/mum-protein-shake-warning-daugther-diet/