"Bigorexie: Niemals breit genug" - BBC Dokumentation - Gannikus.de

„Bigorexie: Niemals breit genug“ – BBC Dokumentation

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Bei der sogenannten Bigorexie handelt es sich um eine extreme Störung des Selbstbildes, die zur Folge hat, dass man der Überzeugung ist, man hätte niemals genug Muskeln. Diese psychische Erkrankung betrifft vor allem Männer und ähnelt der Magersucht, wobei sie aufgrund des unstillbaren Verlangens nach mehr Muskelmasse auch häufig etwas gegenteilig gesehen wird. In einer Dokumentation zeigte der Fernsehsender BBC ein paar Hintergründe dazu!

In der Kurzreportage macht sich der BBC Reporter Athar Ahmad auf den Weg, um mit ein paar Athleten über das Thema Bigorexie zu sprechen. Laut seinen Angaben sei jeder Zehnte, der eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio hat, von der psychischen Erkrankung betroffen. Bevor es losgeht, erklärt Rob Willson, der Gründer eines Vereins, der Betroffenen hilft, noch einmal die Auswirkungen einer derartigen Krankheit. Dazu würden unter anderem starke Angstgefühle und Depressionen zählen, die soweit reichen könnten, dass sich Erkrankte umbringen würden.

Das Gefühl, niemals mit sich selbst zufrieden zu sein, kennt auch der erste gezeigte Bodybuilder. Er ist für 25 Jahre, in sehr guter Form und lebt alleine in einer Wohnung in London. Ihm selbst würde allerdings das, was er im Spiegel sieht, einfach nicht gefallen. An manchen Tagen würde der Athlet sogar abstoßende Gefühle gegenüber seinem Körper haben und das, obwohl er eigentlich ziemlich stolz auf sein Aussehen sein könnte.


Bodybuilding eine „psychische Störung“?


In weiterer Folge wird die Mutter eines Bodybuilders gezeigt, der an Bigorexie litt. Dieser hat anscheinend schon enorm früh mit dem Sport angefangen und Steroide eingesetzt. Mit 18 Jahren erlitt der junge Athlet dann jedoch bereits den ersten Herzinfarkt. Nur ein Monat später stand er laut den Angaben seiner Mutter bereits wieder im Gym, um eines zu erreichen: Breiter zu werden. Auf tragische Art und Weise verstarb der Engländer dann allerdings an einem zweiten Herzinfarkt im Alter von nur 20 Jahren.

Gegen Ende des Videos ist außerdem noch ein weiterer Erkrankter zu sehen, der sich gerade auf eine Bodybuilding Show vorbereitet. Er wiederum gibt an, in seiner Kindheit von anderen Kindern gemobbt geworden zu sein, was ihn eine lange Zeit negativ beeinträchtigt habe. Durch die Muskeln fühle er sich aber jetzt, als hätte er im Endeffekt gewonnen.

Über Bigorexie werden oft schlechte Scherze gemacht, es handelt sich dabei allerdings um eine ernsthafte psychische Erkrankung. Die genauen Ursachen sind jedoch, wie der anfangs erwähnte Gründer des Vereins für Betroffene abschließend sagt, noch nicht genau klar. In der Schule gemobbt zu werden und die heutige Darstellung des Mannes in den Medien seien aber gewissermaßen damit in Verbindung zu bringen. Insgesamt handelt es sich bei dem Video um eine Reportage, die ziemlich gelungen und deshalb definitiv sehenswert ist.

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