Hat Konstantine Janashia den dicksten Nacken der Welt? - Gannikus.de

Synthol oder nicht?Hat Konstantine Janashia den dicksten Nacken der Welt?

Ganz egal, ob Armdrücker mit einem überdimensionalen Unterarm oder Bahnradfahrer mit massiven Beinen. Wenn Muskeln besonders einseitig beansprucht werden und dann auch noch die Genetik ins Spiel kommt, entstehen manchmal Proportionen, die für die meisten von uns wohl ein wenig abnormal erscheinen. Doch nicht alles, was nach Muskulatur aussieht, besteht zwangsweise auch daraus. Im Falle des georgischen Strongman Konstantine Janashia ist es der Trapez, der einen etwas suspekten Eindruck erweckt.

The Georgian Bull, wie der Strongman auch genannt wird, bezeichnet seinen Trapez als den größten der Welt. Schon beim Anblick im T-Shirt fällt die extrem stark ausgeprägte Nackenmuskulatur des mehrmaligen World's Strongest Man Teilnehmers auf. Die unnatürliche Form dieses Bereiches erinnert den einen oder anderen womöglich an südamerikanische oder auch osteuropäische Männer, die durch die Injektion von Synthol versuchen, ihre Muskulatur massiver erscheinen zu lassen, doch im Falle Janashias würde das wahrscheinlich kaum einen Sinn ergeben.


Kam der erste Synthol-Freak aus Österreich?


Zum einen geht es im Strongman-Sport nicht darum, besonders imposant auszusehen. Einzig und allein die körperliche Leistung aus Kraft, Technik und Kraftausdauer entscheidet über Sieg und Niederlage. Zum anderen würde die Injektion eines fremden, permanent verweilenden Stoffes in die Muskulatur die Region schwächen und bei Belastung Schmerzen verursachen. Die besonders starken Leistungen des Georgiers bei den Übungen Farmers-Walk oder auch Frame-Carrie, in denen die Nackenmuskulatur von großer Bedeutung ist, lassen darauf schließen, dass ein Gebrauch von Synthol aller Voraussicht nach nicht die Ursache für die Wülste in seinem oberen Rückenbereich ist.

Die Auswucherung zeigt fünf Erhebungen im Bereich der Schulterblätter, die im Vergleich mit der natürlichen Anatomie des Trapezius‘ weniger an die wahre Form dies Muskels erinnern. Speziell die innere Erhebung befindet sich an einer Stelle, an welcher der Kapuzenmuskel an der Wirbelsäule ansetzt und eigentlich eher flach ist. Eine runde Verdickung der Muskulatur an dieser Stelle ist ebenso unwahrscheinlich wie seine künstliche Volumenvergrößerung durch intramuskuläre Injektionen.

Die Erhebungen im Nacken von Konstantine Janashia machen einen außergewöhnlichen Eindruck.

Janashia selbst streitet ebenfalls den Gebrauch von Synthol ab, gibt jedoch keine Auskunft darüber, um was es sich bei dieser Anomalie genau handelt. Die wohl plausibelste Erklärung für dieses Phänomen ist ein flächendeckendes Lipom, welches durch die ständige Belastung hervorgerufen worden sein könnte und durch den Druck einer Langhantel im Training in die fünf Erhebungen unterteilt wurde.

Bei einem Lipom handelt es sich um einen gutartigen Tumor der Fettgewebezellen. Am häufigsten treten sie im Bereich des Gesichts, Halses und am oberen Rücken auf, was zum Fall des Georgiers passen würde. Solange diese Fettwülste keinen Druck auf Nerven oder Sehnen ausüben, sind sie ungefährlich und daher nur ein kosmetischer Makel, der aus gesundheitlicher Sicht nicht behoben werden muss.

Ob es sich beim überdimensionalen Nacken von Konstantine Janashia um echte Muskulatur, ein großes Lipom oder doch Synthol handelt, er scheint ihn in seiner Sportart nicht zu behindern. Stattdessen gehören gerade die Übungen zu den Paradedisziplinen des „Georgian Bull“, in denen diese Muskelpartie besonders stark beansprucht wird. Um was es sich dabei genau handelt, wird wahrscheinlich nur er selbst wissen.

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