Kleinen Fitness-Studios droht die Pleite?! - Gannikus.de

Kein Geld von der Regierung: Kleinen Fitness-Studios droht die Pleite?!

Titelbild: Deutsche Fitness-Studios gehen pleite?!

Eventuell hören die einen oder anderen von euch immer öfter ihre Nachbarn herumtrampeln, was daran liegen könnte, dass mehr Menschen ihr Wohnzimmer in einen Trainingsraum verwandeln. Um ihr regelmäßiges Training wegen der Corona-bedingten Sportstätten-Schließungen nicht gänzlich missen zu müssen, legen viele Sportler sowohl Home-Workouts als auch Cardio-Einheiten an der frischen Luft ein. Dass YouTube-Videos und diverse Fitness-Apps derzeit im Trend liegen, ist dementsprechend natürlich verständlich. Allerdings ist unter anderem Birgit Schwarze, Präsidentin des Arbeitgeberverbandes deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen, davon überzeugt, dass Trainierende die Hallen deutscher Fitness-Studios stürmen werden, sobald es die Corona-Regelungen zulassen, wie sie in einer Podcast-Folge des Online-Radios Detekor.fm beschreibt.

Obwohl einige Personen der Fitness-Industrie, wie beispielsweise Personal Trainer oder Gym-Inhaber, befürchten, dass die Mitglieder nach der Pandemie nicht mehr so zahlreich in den Fitness-Studios erscheinen werden wie vor der weltweit herrschenden Virus-Pandemie, gibt es eine Person, die das genaue Gegenteil voraussieht: Birgit Schwarze. Auf die Frage des Podcast-Moderators Johannes Schmidt, ob das digitale Training im Wohnzimmer deutsche Fitness-Studios auch nach der Corona-Zeit ersetzen werde, vertritt die Präsidentin des DSSV eine ganz klare Ansicht.

"Nein, das Training in einem qualifizierten Fitness-Studio in Deutschland ist durch nichts, was man zu Hause machen kann, zu ersetzen. Das liegt zum einen daran, dass wir in unseren Anlagen bundesweit herausragend gutes Trainingsequipment haben. […] Der zweite, äußerst wichtige Aspekt ist, dass die Trainingsbetreuung, die Trainingseinladung und die Trainingsmotivation durch einen qualifizierten Trainer überhaupt nicht durch Online- oder Bildschirmangebote zu ersetzen sind."

Titelbild: Deutscher Sportstudio-Verband fordert Nothilfeprogramm für Gyms
Brandbrief ans Bundesministerium: Deutscher Sportstudio-Verband fordert Nothilfeprogramm für Gyms!

Die Corona-Pandemie und mit einhergehenden Regelungen wie Lockdowns haben nicht nur die Gastronomie, Hotels und einen Großteil des Handels dazu gezwungen, ihre Türen für Kunden zu schließen, sondern auch veranlasst, dass Fitness-Studios und Gesundheitsanlagen zusperren müssen. Neben Kündigungen von Mitarbeitern müssen Geschäftsführer der Gyms schwerwiegende Entscheidungen treffen und Maßnahmen ergreifen, um nicht bankrott zu gehen. […]

Eine klare Antwort, die noch deutlicher ausgeführt wird, in dem Birgit Schwarze erklärt, dass man mit einem fachkundigen Personal Trainer, der sein Handwerk vollkommen versteht, ein vielfach effektiveres Training durchziehen könne, als sich alleine vor dem Bildschirm mit womöglich unkontrollierten Bewegungen auszupowern. Auf der einen Seite seien Betreiber deutscher Fitness-Studios motiviert und engagiert, ihre Mitglieder mit Online-Kursen an der Stange zu halten, um ihnen eine Möglichkeit des Trainings zu bieten. Auf der anderen Seite erwarte man im Zusammenhang mit den Lockerungen sehnlichst einen Ansturm auf die lokalen Gyms, denn viele Studios hätten die Corona-Hilfen der Bundesregierung bis dato nicht erhalten, obwohl sie vor Monaten beantragt worden seien.

Die Einstellung der DSSV-Präsidentin gehe mit der Tatsache einher, dass zahlreiche Kunden in diversen Betrieben anrufen und sich nach dem Wiedereröffnungsdatum erkundigen würden. Laut Birgit Schwarze bestehe ein sehr großes Bedürfnis seitens der Bevölkerung, wieder ins Training einzusteigen, um ihre Gesundheit und das Immunsystem zu stärken. Neben dem Wohlbefinden der Bevölkerung tragen auch die geschlossenen Gyms und jegliche andere Sportanlagen Folgen, die jedoch wirtschaftlicher Natur sind.

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Knapp 10.000 Fitness-Studios seien mit insgesamt 200.000 Beschäftigten im DSSV organisiert. Laut dem Verband habe sich im Jahr 2020 ein Umsatzminus von einer Milliarde Euro ergeben, da seit März letzten Jahres praktisch keine Neukunden geworben werden könnten. Gewöhnlich seien November bis Februar die Monate, in denen die meisten Neukunden verzeichnet würden. Falle dieser Zeitraum weg, sei die Basis für das Geschäftsjahr 2021 erheblich beeinträchtigt, gibt Birgit Schwarze zu verstehen.

Titelbild: So soll die FIBO 2021 ablaufen
Neuer Termin steht: So soll die FIBO 2021 ablaufen!

Die Corona-Pandemie hat die ganze Welt in gewisser Weise lahmgelegt. Nicht nur die Wirtschaft scheint massiven Schaden zu nehmen, sondern vor allem die Menschen und ihre Laune. COVID-19 war im Jahr 2020 definitiv das Thema, das uns alle am meisten beschäftigt hat. Nicht nur die Arbeit vieler wurde eingestellt, vielmehr wurde ein großer Einschnitt ins […]

Betreiber von Fitnessstudio-Ketten seien hingegen kaum besorgt, wie der Geschäftsführer von FitX anbringt. "Ich gehe davon aus, dass sich das Geschäft wieder erholt und sich das Wachstum nach Corona sogar beschleunigt." Grund zu dieser Annahme habe Markus Vancraeyenest wegen der Pandemie, die den Stellenwert von Fitness noch verstärkt habe. Während Steffen Werner, Geschäftsführer der Karlsruher Fit-In-Kette, auf kurze Sicht ebenso kein Problem für seine Fit-In-Studiokette mit sieben Filialen in Karlsruhe sehe, da der Gesamtwert der Verträge über die nächsten Monate verteilt rund 500.000 Euro ausmache, bangen kleine inhabergeführte Studios um ihre Existenz. Branchenexperten zeigen die Umstände für kleine Fitness-Studios auf, indem sie erklären, dass sich Pleitewellen in der Branche im Wesentlichen auf Einzelstudiobetreiber auswirken würden. Am Ende würden dadurch große Unternehmen, die "too big to fail" sind, wieder gewinnen, während der familiäre Betrieb in die Röhre schaut.

Ganz so entschlossen bezüglich des Andrangs auf die deutschen Fitness-Studios scheinen jedoch nicht alle zu sein. Obwohl Birgit Schwarze erklärt, dass es wissenschaftlich erwiesen sei, dass Arbeit, Sofa und Fastfood der Beginn aller Zivilisationskrankheiten seien, in keiner Weise dem Wohlergeben des Menschen dienen und Fitness-Studios für ihre Umbauten und Lösungsansätze im wahrsten Sinne des Wortes bestraft würden, befürchte beispielsweise Fitness-Trainerin Caroline Manka einen Rückgang der Besucher, wie sie in derselben Podcast-Episode angibt. "Also ich denke schon, dass es auf jeden Fall noch die Fitness-Landschaft geben wird, aber ich denke definitiv, dass sich da einiges ändern wird und vielleicht nicht mehr so viel los sein wird wie zuvor."

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Bild: Birgit Schwarze über die Wiedereröffnung deutscher Fitness-Studios
Birgit Schwarze setzt sich mit allen Mitteln für die Wiedereröffnung deutscher Fitness-Studios ein, unter anderem auch in einem Podcast auf Detektor.fm.
3 Reaktionen zu “Kleinen Fitness-Studios droht die Pleite?!
  • Schade, dass die Fitnesdstudios und die Fitnessmedien es nicht probiert haben, die Sportbegeisterten zu mobilisieren und den Regierenden mit Protest zu zeigen, dass es so nicht weiter geht. Das hätte man auch digital machen können. Stattdessen zahlen viele Monat für Monat ihren Beitrag in der Hoffnung das örtliche Studio vorm Bankrott zu bewahren. Nun sind es schon drei Monate. Und es wird noch bis Ende März, Anfang April gehen. 6 Monate zu, und für was? Damit die Menschen immer fetter und kränker werden und damit Geld generiert wird. Mit Gesunden verdient man ja nix. Was eine Scheiße hier!

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