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Max Madsen bezeichnet den DNP-Missbrauch als sicher

Dass Max Madsen seine eigenen Erfahrungen mit der Nutzung von DNP gemacht hat, ist kein Geheimnis. Bereits vor über vier Jahren lud der heutige Bodybuilding-Coach auf YouTube ein Video hoch, in dem er seine Sicht auf diesen potenten Fatburner darstellte. Jetzt veröffentlichte Max Madsen ein E-Book, in dem er die Nutzung von DNP beschreibt. In der dazugehörigen Werbung bezeichnete er den Missbrauch als sicher.

Abnehmmittel DNP

DNP, das chemisch korrekt als 2,4-Dinitrophenol bezeichnet wird, dient heutzutage der Synthese von Farbstoffen, Fotochemikalien und Insektiziden. Seinen Ursprung hat die Chemikalie jedoch in der Sprengstoffindustrie. Bereits vor 100 Jahren wurde der Stoff zur Herstellung von Munition genutzt. Im Verhältnis 2:3 vermischte man es in Frankreich mit TNT für Artilleriegranaten.

Nachdem beobachtet wurde, dass die Arbeiterinnen, die in der Fabrik in Kontakt mit DNP kamen, an Körperfett verloren, dauerte es nicht lange, dass diese ursprünglich nicht geplante Wirkung vermarktet wurde. Bereits in den 1930ern brachten geschäftstüchtige Firmen verschiedene Abnehmpillen auf den Markt. Doch schon kurz darauf häuften sich Meldungen über unerwartete Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen.

Warnungen vor DNP Ende der 1930er – Bild: Flickr

Trotz des Verbotes hielt sich DNP bis heute insbesondere in Bodybuildingkreisen. Die drohenden Gefahren des Missbrauchs schreckte Sportler immer wieder nicht ab. Max Madsen war lediglich einer der ersten, der vor einigen Jahren im deutschsprachigen Raum öffentlich über seinen DNP-Missbrauch sprach.

ARD berichtete über Max Madsen

Hirnödeme, Nierenversagen und Leberstörungen sind nur einige Folgen, die mit der Nutzung von DNP in Verbindung gebracht werden. Entsprechend bot sich die Thematisierung des Missbrauchs für die ARD-Sportschau offenbar im vergangenen Jahr an. Im Rahmen ihrer Doku „Geheimsache Doping: Dealer“ streute das Redaktionsteam auch das Erfahrungsvideo von Max Madsen ein.

Dieser wurde in dem Video nicht in seiner Rolle als Coach präsentiert, sondern als (heutzutage ehemaliger) Wettkampfathlet, der somit nicht nur anabole Steroide genutzt hätte. Der Tenor des Redaktionsbeitrages lautete letztlich, dass die Verwendung von DNP für den Fettverlust höchst gefährlich sei und es keine sicheren Dosierungsempfehlungen für den Menschen gibt.

Simon Teichmann unterstellt Max Madsen Inkomptenz

Simon Teichmann zählt nicht nur bezogen auf seine Lebensjahre zu den alten Hasen unter den Fitness-Influencern. Dabei hat er sich auf seinem YouTube-Channel BODY IP by Simon Teichmann schon lange von den totgespielten Inhalten à la Kreatin und Bankdrücktutorial verabschiedet. Seinen mehr als 450.000 Abonnenten bietet er vor allem Real Talk und Reactions, wobei letztgenannte […]

Max Madsen ist dagegen offenbar anderer Ansicht. Knapp ein Jahr nachdem er in der ARD-Doku als Fallbeispiel herangezogen worden war, veröffentlichte der heutige Bodybuildingcoach ein PDF, in dem er die Nutzung von DNP im Bodybuilding erläutert. Der Titel der Ausarbeitung lautet „Cheatcode DNP“ und schlägt damit in gewisser Weise in dieselbe Kerbe, wie die Werbung von vor fast über 100 Jahren, als ein bequemer Fettverlust ohne jegliche Anstrengung angepriesen wurde.

Max Madsen verwendete DNP bei seinen Athleten

Während auf der Homepage ein Disclaimer zum E-Book veröffentlicht wurde, laut dem Max Madsen angeblich vor der Nutzung von DNP warnen würde, schlug der Bodybuilding-Coach über seine Instagram-Stories einen ganz anderen Ton an. Neben dem konkreten Beispiel Justin Musiol, der innerhalb von zwei Wochen 25 Kilogramm abgenommen haben soll, erklärte Max Madsen in dem Video, dass er und seine Athleten in der Vergangenheit wiederholt Fettverlust-Transformationen unter der Verwendung von DNP gemacht hätten.

Weiter erläuterte der Norddeutsche, dass sich seiner Ansicht nach über keinen Fatburner mehr Vorurteile und gefährliches Halbwissen halten würden als über DNP. Hiermit wolle Max Madsen aufräumen. Anders als auf der Homepage dargestellt, spricht Max Madsen in dem Video davon, dass DNP aus seiner Sicht der beste Fatburner sei und er im E-Book erklären wolle, wie man diesen sicher anwenden würde.

Der Bodybuildingcoach überschreitet damit erneut eine bestehende Grenze. Nachdem er sich mit Videos über die Nutzung von Steroiden bereits eine gewisse Reputation erarbeitet hatte, experimentierte er ebenso mit Synthol. Die Art und Weise, wie DNP nun dargestellt wird, erinnert an das Versprechen verschiedener Supplementhersteller, wenn es um den Verkauf von Geschmackspulvern geht. Fettverlust, ohne dafür etwas machen zu müssen, entspricht in jedem Fall nicht dem vermeintlichen Arbeitsethos, das manch leistungsorientierter Bodybuilder gerne nach außen vertritt.

Titelbild: Instagram
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11 Kommentare

  1. Der Typ hat sie nicht mehr alle und ich bin verwundert, wie Gannikus ihm noch eine Platform bietet.

    So ein Schwachsinn würde es damals auf Rep1 und TA niemals geben.

    @Readktion: auf Dauer machen solche Nachrichten keinen Spass mehr und ich vermisse die Seriösität und Qualität

      • @ Liebe Gannikus Redaktion – das ist ein wenig zu leicht, zu glauben, dass mit der Darstellung der Info, es sei nur eine Info, ihr Euch nicht auch schuldig macht, wenn doch einige Dumme diesem Mad -sen folgen. Einem solchen Menschen, der an sich selber in einem Maße experimentiert – das kann er ja machen wie er will – und dies nach Außen gewissenlos propagiert und als allgemeingültig vertritt, der einen Musiol hochhält, der nichts anderes ist als ein unästhetischer Fleischklumpen ohne wirkliche Perspektive im Profibodybuilding… einem solchen Mann ein Forum bietet, grenzt nicht mehr nur an Dummheit, sondern auch an gefährlicher Fahrlässigkeit und stößt in das selbe Horn der heutigen „unanhängigen“ Presse, die gewissenlos Millionen von Menschen – sagen wir es mal Vorsicht – an der Nase herum geführt hat mit Informationen, die nachweislich falsch waren und sind. Die bei Durchführung lebensgefährlich sind und sich jeder Kontrolle der möglichen Folgen entziehen. Es gibt Informationen, die man besser für sich behalten sollte und nicht auf „Teufel komm raus“ Leser rekrutieren will, deren Verhalten man nach Lesen des Artikels nicht mehr einschätzen kann – Was glaubt ihr, warum Berichte über Selbstmorde nicht unbedingt mehr in der Zeitung stehen? Schon mal was vom „Werther – Effekt“ gehört? Für den Interessierten, einfach mal googeln – Im Artikel geht es zwar nicht um Selbstmordnachahmungen, aber um das Risiko eine Substanz auf „Empfehlung“ eines Menschen mit recht hoher Reichweite zu konsumieren, die in keinster Weise als sicher und in ihrer WIrkung immer gleich für die unterschiedlichsten Konsumenten ausfällt. Ebenso könntet Ihr Zugang und Tipps zu Internetseiten geben, die nicht wirklich empfehlenswert sind und mögliche Besucher verführen, Dinge zu nehmen und zu tun, die nicht gut für sie sind. Die da draußen haben nicht alle Euren Verstand!!! IHR seid mitverantwortlich für mögliche Folgen. Euer Niveau ist mittlerweile auf dem selben Tiefpunkt wie das der Bildzeitung – nur noch mehr Boulevard, Mainstream um Zahlen zu machen. Moralisch mehr als verwerflich. Habt Ihr denn überhaupt kein Verantwortungsgefühl Euren Lesern gegenüber? Wer immer bei Euch nun der Boss ist – er sollte seinen Laden und die Infos, die hier veröffentlicht werden, besser prüfen und gegebenenfalls besser in der Schublade lassen. Jeder Leser, der noch etwas zwischen den Ohren hat, sollte sich nun auch überlegen, ob ich meine Nahrungsergänzungsmittel bei jemandem kaufe, der nun wirklich alles ohne Moral veröffentlicht – nicht mal den Hinweis gibt, sich davon zu distanzieren – Ne, ne Gannikus, so nicht und auch nicht mehr lange.

  2. Der hat nicht alle Latten am Zaun. Menschen vertrauen ihre Gesundheit einem Typen aus dem Internet an, der durch ein paar Fachwörter für ein paar Leute etwas Kompetenz ausstrahlt, aber nicht wahrnimmt, in welchem gestörten Medikamentenmissbrauchsmetier er sich bewegt und welche Hemmschwelle er durch eigenen Missbrauch längst abgebaut hat und als normal betrachtet. Ein paar Blutbilder sagen nur bedingt etwas aus, bis es knallt weil irgendwo Aneurysma reisst, das nicht entdeckt wird oder sich die Nieren langsam in ihrer Funktion immer weiter drosseln, bis dies im Blut entdeckt wird, ist schon viel angerichtet worden, was dir Jahrzehnte an gesunden Lebensjahren raubt. Soll er machen mit seinem Körper was er will, aber seht ihn nicht als Guru, denn er bringt nur Schatten und nicht Licht, weil er seinen eigenen Schatten wohl „noch“ nicht begegnet ist.

  3. Egal was dieser Typ tut! Warum zum teufel berichtet Gannikus von diesem Typen? Es gibt so viele gute Leute in der Szene und ihr müsst genau diesen Typen Aufmerksamkeit schenken.

    Ich verstehe das nicht

    Ihr habt den Frank Holger Acker, Martina im Team und dann nimmt doch noch den Manuel ins Boot und gerne auch Dr. Malte Puchert

    Und wir würden ein Qualitativ hochwertiges Board in deutschsprachigen Raum haben.

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