Mischa Janiec enthüllt die "Profuel Story"! - Gannikus.de

Ralf Sättele im Alleingang? - Mischa Janiec enthüllt die "Profuel Story"!

Während es heute fast schon normal ist, dass Fitness YouTuber eigene Supplements vermarkten, war dies noch vor wenigen Jahren eine absolute Sensation. Im Jahr 2014 staunte die Branche daher nicht schlecht, als sich mit Patrick Reiser, Karl Ess, Mischa Janiec und Ralf Sättele die früheren "Könige der Fitness Szene" zusammentaten und mit Profuel an den Start gingen. Vegane Supplements, die auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt wurden, lautete schon damals das Motto. Was den Gründern zufolge lange Zeit sehr erfolgreich lief, musste nun einen herben Dämpfer hinnehmen. Nachdem erst Karl Ess alle Details offenlegte und insbesondere Ralf Sättele beschuldigte, die Marke "gef*ckt" zu haben, packt jetzt auch Mischa Janiec aus!

Als sich vor wenigen Tagen sowohl das offizielle Impressum als auch das Design auf der Profuel Website änderte und Karl Ess sein Statement veröffentlichte, sei auch Mischa Janiec zuletzt vermehrt darum gebeten worden, seine Sicht der Dinge zu schildern. Diesem Wunsch wolle der Schweizer Bodybuilder natürlich nachkommen und ein wohl durchdachtes Video dazu veröffentlichen. Neben den objektiven Fakten möchte er aber auch die Vergangenheit nochmals Revue passieren lassen, seine eigenen Meinung preisgeben und über die Zukunft sprechen.

Ohne es zu werten erklärt Mischa, dass Ralf Sättele seit Tag 1 alle Rechte an der Marke Profuel gehören würden. Allerdings habe der frühere Fitness Entrepreneur jüngst beschlossen, der von Mic Weigl geführten NuaVie GmbH, die sich bisher um den Vertrieb der Supplements kümmerte, jene Nutzungsrechte ab dem 1. November 2018 zu verwehren.

Da auch Mischa Janiec, Patrick Reiser und Karl Ess ihre jeweiligen Kooperationsverträge mit dem Unternehmen von Mic Weigl hätten, seien sie folglich "raus" aus ProFuel. Die von Ralf Sättele gegründete mewell GmbH werde ab sofort alles weitere in Eigenregie übernehmen.


„Ralf Sättele hat das Unternehmen gef*ckt!“


Während Karl Ess in seinem Statement durchaus emotionaler agierte, bleibt Mischa hier überraschend nüchtern und betont, kein unnötiges Drama machen zu wollen. Von der Entscheidung habe er bereits im April diesen Jahres gewusst, sodass genügend Zeit zur Verarbeitung geblieben sei. Besonders die Anfangszeit, in der die unterschiedlichen Formeln und Produkte im gemeinsamen Dialog entstanden, seien rückblickend sehr schön gewesen. Auch Namen wie "Tunnelblick", "Fundament" und "Alphaminos" würden, genau wie viele Marketingideen aus jener Zeit, aus seiner Feder stammen.

Später holte man sich dann einen Mann namens "Tino" mit ins Boot, der sich fortan um alle Marketingaktivitäten kümmerte und einen hohen monatlichen Betrag einstrich. Während sich das Business in einigen Teilbereichen sehr stark entwickelt habe, sei allerdings auch die Kommunikation zwischen den ursprünglichen "Gründern" immer schlechter geworden. Beispielsweise hätten Mischa und Patrick im Jahr 2016 alles daran gesetzt, ihr "Baby" auch in den USA zu etablieren, stießen mit diesem Vorhaben aber nur auf verhaltene Resonanz bei ihren Partnern. Später habe man dem Schweizer sogar die Berechtigung entzogen, die Umsatzzahlen einzusehen. Als Konsequenz habe sich Mischa schon damals emotional immer mehr von der Marke distanziert. 

Dieser Prozess sei für ihn sehr emotional, da er damals teils sehr lukrativen Kooperationen den Rücken kehrte, um seinen Traum der veganen und sinnvollen Nahrungsergänzungsmittel wahr werden zu lassen. Die besten Supplements der Welt habe man ursprünglich gemeinsam entwickeln wollen. Dass der Natural Bodybuilder mehr und mehr zurückgedrängt wurde und sich alles so entwickelte, wie es aktuell  gekommen ist, mache ihn daher sehr traurig. Auch lange Telefonate mit Ralf Sättele hätten an dessen Plan nichts ändern können.


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Auch Patrick Reiser und Karl Ess scheinen den Ausführungen von Mischa in weiten Teilen zuzustimmen. Die von Ralf Sättele gesicherten Markenrechte scheinen aber insbesondere Karl Ess noch deutlich intensiver zu beschäftigen.


Mögliche Gründe, warum der umstrittene Entrepreneur dem ursprünglichen Konstrukt den Riegel vorschob, nennt Mischa Janiec auch. So sei es sehr wahrscheinlich, dass der aktuelle Rechtsstreit zwischen Karl und Ralf eine große Rolle spiele. Zudem vermutet der Schweizer, dass sich der Kraftdreikämpfer förmlich "verraten" fühlte, als Mic Weigl gemeinsam mit Christian Wolf MORE Nutrition gründete und seither auch mit diesem Projekt in einer ähnlichen Liga spielt. Die immer schlechter werdende Kommunikation untereinander habe dann schließlich ihr Übriges getan und das Team endgültig handlungsunfähig gemacht.

Künftig wolle sich Mischa daher sowohl mental als auch öffentlich von seinem früheren "Baby" distanzieren. Dass alle Produkte auf einmal schlecht seien, könne und wolle der Schweizer aber nicht behaupten. Obgleich der Bodybuilder aus Rücksicht auf Profuel erst vor einem Jahr lukrative Kooperationen von 7.000 Euro oder 10.000 US-Dollar pro Monat ausschlug, sei er derzeit nicht aktiv auf der Suche nach neuen Partnerschaften. Auch dem Thema Unternehmertum wolle der Digitale Nomade vorerst den Rücken kehren und sich lieber auf kreative Tätigkeiten fokussieren.

Genau wie Karl Ess schildert auch Mischa Janiec zunächst, was es mit den aktuellen Veränderungen bei Profuel auf sich habe. Anders als der Lifebuilder wirkt der Schweizer aber emotional distanzierter und bleibt trotz der offensichtlich schwierigen Situation sachlich und sehr selbstreflektiert. So habe Mischa Janiec mit diesem einst so vielversprechenden Kapitel seiner Vergangenheit abgeschlossen und wolle sich künftig anderen Projekten widmen.