„Vegan funktioniert nicht“ – mit diesem Satz brachte Markus Rühl seine persönliche Meinung zum Thema rein pflanzliche Ernährung und Bodybuilding bereits mehrfach zum Ausdruck. Während die Anhänger der Old School Fraktion hier meist zustimmen, widerspricht Mischa Janiec dieser Aussage vehement und liefert nun den vermeintlichen Beweis dafür, dass auch vegan beachtliche Fortschritte erzielt werden können.
Noch vor wenigen Jahren waren sowohl Patrick Reiser als auch Mischa Janiec klare Verfechter der klassischen Bodybuilding Ernährung und gern gesehene Gäste in den weltweit besten Steakhäusern. Im Laufe der Zeit änderten die beiden Schweizer jedoch ihre Meinung und begannen, sich zunehmend pflanzlich zu Ernähren. Ende 2014 startete Mischa dann ein Experiment, indem er einen veganen Probemonat einlegte.
Im Darauf folgenden Jahr habe sich der Natural Bodybuilder zwar nicht 100 Prozent pflanzlich und somit eigentlich „flexitarisch“ ernährt, insgesamt allerdings nur etwa zehn Mal zu Fleisch oder Fisch gegriffen. Aus diesem Grunde könne man schon jetzt von einer dreijährigen Entwicklung sprechen, auch wenn das Jahr 2015 streng genommen kein rein veganes gewesen wäre.
Um zu verdeutlichen, dass eine pflanzliche Ernährung keinesfalls im Widerspruch zum Wettkampfbodybuilding stünde, zeigt der Schweizer jetzt bislang unveröffentlichte Bilder aus den letzten Jahren. Allerdings bestreitet der jetzige WNBF Pro nicht, dass er auch 2013 dank „normaler“ Ernährung und Low-Carb Diäten beachtliche Erfolge erzielen und schlussendlich ein durchaus gelungenes Paket auf die GNBF Bühne bringen konnte.
In der Offseason des Folgejahres schaffte er es laut eigenen Angaben, schwer und massiv zu werden, habe aber einen weichen Look gehabt, der mitunter auch dem Konsum von Milchprodukten zugeschrieben werden könnte. Diese Optik änderte sich seit seiner „flexitarischen“ Ernährung in 2015 grundlegend, da er ohne Mühe seinen KFA von 15 auf etwa 12 bis 13 Prozent senken und auch in Bezug auf den Muskelaufbau gute Erfolge erzielen konnte.
Das darauf folgende Jahr sei hingegen zu 100 Prozent vegan und vornehmlich durch die Wettkampfvorberitungen geprägt gewesen. Nach einer ohnehin schon soliden Offseason Shape habe der Schweizer zu dieser Zeit absolute Topform erreicht, von der er sich sogar beim jetzigen Betrachten der Bilder noch beeindruckt zeigt. Spätestens mit seinem Gesamtsieg und der daraus resultierenden Pro Card der WNBF habe er bewiesen, dass eine pflanzliche Ernährung sehr wohl zielführend sei und sogar sehr gut mit dem Leistungssport einhergehe.
Seither widmet sich der Natural Bodybuilder konstant dem Muskelaufbau und betont, dass er trotz seinem ohnehin schon hohen Niveau fortwährend Verbesserungen erzielen könne. Ziel sei es, auch in den nächsten Jahren noch etwas Muskeln drauf zu packen, um beim nächsten Schritt auf die Bühne ein noch besseres Paket abliefern zu können.
Zusammenfassend wolle der Bodybuilder mit dieser kleinen Reise durch die Vergangenheit nicht nur verdeutlichen, dass „vegan“ und „Bodybuilding“ sehr wohl zusammenpasse, sondern zugleich auch zeigen, welche Vorteile eine pflanzliche Ernährung mit sich bringe. So habe er nicht nur eine bessere Offseason Form erreichen können. Auch aufgrund des hohen Volumens der meisten veganen Lebensmittel habe er vor allem in der Diät eine bessere Sättigung erfahren dürfen. Dennoch streitet der Natural Pro nicht ab, dass auch die konventionelle Ernährung damals zum Erfolg führte und viele seiner Fortschritte sicherlich auch auf sein Mehr an Wissen und dem science basiertem Training liegen würden.
Voll der naturale Typ, echt krass, voll brutal ;)
„Natural“
genau wie Arnold, Ronnie, usw.
und wie jeder in der Fitness Industrie…
Bei Gannikus fällt einem nichts mehr ein, worüber man schreiben kann, also schreibt man über polnische Lügenbarone.
[…] Nach 3 Jahren: Mischa zeigt Natural Vegane Bodybuilding Transformation! […]