Beauty-Eingriffe gibt es heutzutage wie Sand am Meer. Ob dauerhafte Haarentfernung, Anti-Aging-Therapien oder Injektionen mit Eigenblut für eine verbesserte Kollagenproduktion – es scheint kaum etwas zu geben, was in der gegenwärtigen Zeit als unmöglich erscheint. Zu den aktuellsten Innovationen gehört auch das Anti-Schweiß-Verfahren „MiraDry“, welches ohne einen operativen Eingriff die Schweißproduktion dauerhaft zu reduzieren vermag. Eine mexikanische Fitness-Influencerin und Athletin der Wellness-Klasse namens Odalis Santos Mena litt offenbar unter starker Schweißbildung und sah mithilfe dieser Behandlung eine Chance, das Problem in den Griff zu bekommen. Was allerdings niemand hätte ahnen können, ist, dass sie für diesen Eingriff mit ihrem Leben bezahlen würde.
Odalis Santos Mena erleidet Herzstillstand
Die aus Mexiko stammende 23-Jährige gewann im Jahr 2019 den Titel bei der Miss y Mr. Hercules sowie die Wellness Fitness Juvenil Mr. Jalisco 2021 und war zudem mit 149 Tausend Abonnenten als Fitness-Influencerin auf Instagram tätig, wo es ihr durch ihre Leidenschaft zum Bodybuilding gelang, eine Vielzahl von Sponsoren und Werbeverträgen an Land zu ziehen. Wie The Sun berichtet, befand sich unter den Kooperationspartnern von Odalis Santos Mena auch die SkinPiel-Klinik, ansässig im mexikanischen Guadalajara, deren Anti-Transpirant-Behandlung die junge Bodybuilderin im Vorfeld als „einfach und sicher“ beworben habe.
Das besagte Verfahren verspricht, die Schweißdrüsen zu entfernen und somit angeblich das Schwitzen für immer zu beenden. Darüber hinaus soll durch diese Methode der Körpergeruch sowie das Wachstum der Achselhaare reduziert werden. Als sich die Influencerin schließlich am 7. Juli 2021 in die Klinik begab, um ihrem Problem ein für alle Mal ein Ende zu setzen, erlitt sie nach dem Verabreichen der Narkose einen Herzstillstand und verstarb vor Ort, nachdem die Mitarbeiter der Klinik sie nicht wiederbeleben hatte können. Die örtliche Polizei habe anschließend eine Untersuchung zu ihrem Tod eingeleitet.
Behörden leiten Ermittlungsverfahren ein
Internationalen Medienberichten zufolge soll das Ableben der jungen Sportlerin auf Fahrlässigkeit zurückzuführen sein, da Vorwürfe im Raum stehen, dass der Eingriff von Laien durchgeführt worden sei. Demnach habe Mena die Narkose von einem Mitarbeiter der Klinik erhalten, der scheinbar keine Ausbildung zum Anästhesisten vorweisen konnte.
Gerichtsmediziner hingegen seien der Meinung, dass die Todesursache auf einer Wechselwirkung des Narkosemittels mit den Steroiden beruhe, welche die 23-Jährige angeblich konsumiert haben soll. Die Klinik jedoch revidiert diese Vorwürfe und behauptet, keine Kenntnis darüber gehabt zu haben, dass Mena zum Zeitpunkt des Verfahrens leistungssteigernde Substanzen eingenommen habe.
Darüber hinaus fügte die SkinPiel-Klinik in einer an „People en Español“ abgegebenen Erklärung hinzu, dass sie unmittelbar nach dem tragischen Vorfall einen Facharzt hinzugezogen hätten, der bei der Patientin drei verschiedene Substanzen ausfindig habe machen können, deren Konsum sie vor der Behandlung vermeintlich verschwiegen habe.