William Bonac feuert Coach Neil Hill und rechnet per Video ab! - Gannikus.de

Harte Vorwürfe: William Bonac feuert Coach Neil Hill und rechnet per Video ab!

Als professioneller Bodybuilder ist man durchaus gut beraten, sich einen kompetenten Trainer an Land zu ziehen, denn gerade in der Wettkampfvorbereitung schwindet mit zunehmender Zeit die nötige Objektivität, seinen eigenen Fortschritt ordnungsgemäß bewerten zu können. Für gewöhnlich führen Coach und Athlet ein sehr vertrauensvolles Verhältnis, sprechen sich nahezu täglich und tüfteln gemeinsam einen Plan aus, um maximal erfolgreich zu sein. Dass eine solche Beziehung aber ab und an auch unschön auseinander gehen kann, zeigt ein erst im Laufe des gestrigen Tages publik gewordener Vorfall. 

Mit sofortiger Wirkung hat sich William Bonac im Laufe des Mittwochs von Neil Hill getrennt. Das allein ist eigentlich keine außergewöhnlich interessante Neuigkeit, über die man im Detail berichten müsste. Der IFBB Pro aber machte das Ende der Zusammenarbeit per Instagram-Story öffentlich und schoss völlig außer sich mit heftigen Worten in Richtung seines ehemaligen Coaches. Unter anderem bezeichnet er den Engländer als Abzocker, vor dem man unerfahrene Athleten warnen müsse.

"Ich weiß es nicht nur, ich bin mir sogar sicher, dass ich alleine besser dran bin. Ja, ich wollte euch nur wissen lassen, dass ich nicht mehr länger bei Y3T bin. Mittlerweile kann ich meine Vorgänger verstehen und mit ihnen mitfühlen. An all die Athleten, die einen Coach oder etwas in der Art suchen, sollten es sich zweimal überlegen. Manche Menschen wollen nur Geld mit dir verdienen. Sobald du dann aufwachst, deine Augen öffnest und die Zahlungen verringerst, fangen sie an, sich merkwürdig zu verhalten." 

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Der Arnold Classic Champion wirft Neil Hill vor, 40 Prozent seiner Preisgelder und Boni als Bezahlung einzufordern, was der Grund dafür sei, dass er selbst in einem "Drecksloch" wohne. Sein einstiger Trainer hingegen lebe in einem Apartment im sonnigen Florida, das monatlich 3000 US-Dollar koste. Als Bonac gehört habe, wie viele andere Bodybuilder für die Betreuung zahlen würden, sei er hellhörig geworden. Laut eigener Aussage sei sein Trainingspartner, der täglich mit ihm im Gym Vollgas gebe, die einzige Person, die Geld für ihre Dienste bekommen sollte.

Wie William Bonac selbst sagt, sei er zwar loyal, doch müsse eben auch an seine Familie denken. Im Verlauf des Monologs, während dem er auch detaillierte Einblicke in seine derzeitige Wohnsituation gibt, erhebt der IFBB Pro zudem die Anschuldigungen, Neil Hill habe sich vermehrt auch schlecht über Flex Lewis ausgelassen, der bekanntermaßen von Anfang an das Zugpferd von Y3T war.

"Sei einfach ehrlich. Du hast während der letzten sechs Jahre genug von mir profitiert, okay? Sei einfach dankbar und sage >>Danke William, danke. Deinetwegen habe ich ein Dach über dem Kopf, ohne etwas dafür machen zu müssen<<."

Die Antwort von Neil Hill zu den Anschuldigungen seines ehemaligen Schützlings ließ nicht lange auf sich warten und erfolgte ebenfalls in Videoform, allerdings deutlich besonnener als der Erstangriff. Über eine halbe Stunde nahm sich der gebürtige Brite Zeit, um alles ausführlich zu erklären.

So habe Hill einige Zeit überhaupt kein Geld für die Betreuung von William Bonac verlangt und ihm dabei geholfen, einen passenden Sponsor zu finden, da er von Anfang an das Potential im späteren Arnold Classic Sieger gesehen habe. Als Bezahlung soll man dann 20 Prozent des Preisgeldes und 20 Prozent der Boni vereinbart haben, was verglichen mit anderen Trainern in der Industrie im Grunde genommen sehr, sehr ähnlich sei. Mit diesem Arrangement soll der IFBB Pro auch extrem zufrieden gewesen sein. Die von Bonac kolportierten 40 Prozent seien darüber hinaus an den Haaren herbeigezogen. 

Das Tischtuch zwischen William Bonac und Neil Hill scheint zerschnitten.

"Was William angeht, gibt es eine Menge privater Dinge, die ich erzählen könnte. Ich denke aber nicht, dass dies der richtige Platz dafür ist, denn einige dieser Sachen würden, um ehrlich zu sein, ein sehr, sehr negatives Licht auf ihn werfen. Sowohl was die Vergangenheit als auch die Gegenwart betrifft. Ich mache das jedoch nicht, weil ich denke, dass es nicht der richtige Weg ist. Letzten Endes weiß William genau, über welche Dinge ich spreche und diese sind ziemlich negativ. Ich selbst habe kein Problem damit, dass William ein Video über mich veröffentlicht hat. Meine Gefühle diesbezüglich sind nur, dass man, wenn man sich schon äußert, etwas Wahres mit Bedeutung sagen und nicht lügen sollte."

Neil Hill fügt des Weiteren an, dass er bezüglich der Bezahlung stets Rechnungen geschrieben habe, um seinem Gegenüber das Absetzen von der Steuer zu ermöglichen. Explizit nach Geld gefragt habe er nie, stattdessen sei der englische Guru fast schon dazu gedrängt worden, eine Rechnung auszustellen. Der gebürtige Brite bringt zum Ausdruck, dass er hinsichtlich mancher Situationen und wie William Bonac diese gehandhabt habe ausschließlich Verachtung empfinde.

Während William Bonac sehr impulsiv und emotionsgetrieben gegen Neil Hill schießt, versucht der anerkannte Coach die Angelegenheit reflektiert und mit einer gewissen Ruhe anzugehen. Wer sich für alle Details interessiert, sollte sich definitiv die hier eingebetteten Videos zu Gemüte führen, um einen noch vollständigeren Eindruck zu bekommen. Unter dem Strich vertreten aber beide Parteien nahezu gänzlich verschiedene Meinungen, was darauf schließen lässt, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde. Insbesondere Bonac erweckt mit seiner wütenden Art und Weise definitiv den Eindruck, noch einmal nachlegen zu können. 

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