Ist Magnesiumstearat wirklich gesundheitsschädlich? - Gannikus.de

Zusatzstoffe: Ist Magnesiumstearat wirklich gesundheitsschädlich?

Bei der Entwicklung unserer Produkte gehen wir stets mit der größten Sorgfalt und dem Anspruch vor, das bestmögliche Resultat abzuliefern. Nach dem Release unserer beiden ersten Kapsel-Produkte, dem GANNIKUS Original Zink Stack sowie dem GANNIKUS Original Vitamin C, bekamen wir jedoch einige kritische Zuschriften aufgrund des eingesetzten Zusatzstoffs Magnesiumstearat. Deshalb möchten wir in diesem Artikel darüber aufklären, ob dieser Inhaltsstoff schädlich ist oder nicht.

Was ist Magnesiumstearat?

Wie der Name andeutet, handelt es sich bei Magnesiumstearat um eine Verbindung aus dem Element Magnesium, der Fettsäure Stearinsäure und häufig auch einem geringen Anteil an Palmitinsäure. Eine andere häufige Bezeichnung dafür ist “Magnesiumsalze der Speisefettsäuren”. Wenngleich Magnesiumstearat als solches nicht in der Natur zu finden ist, stellen seine Komponenten Stoffe dar, die wir in vielen Nahrungsmitteln antreffen.

Bei Magnesium handelt es sich um ein essenzielles Mineral, welches vor allem in grünem Gemüse, Nüssen, Kakao, Mandeln und Getreide vorkommt. Stearin- und Palmitinsäure hingegen sind gesättigte Fettsäuren, die in großer Menge beispielsweise ebenfalls in Kakao, Nüssen, Mandeln oder auch tierischen Fetten zu finden sind. Das daraus hergestellte Magnesiumsalz ist ein weißes, geruchloses und wasserunlösliches Pulver mit interessanten Eigenschaften für die Lebensmittel-, Nahrungsergänzungsmittel- und Kosmetikindustrie [1].

Magnesiumstearat Verdauung
Magnesiumstearat zerfällt bereits im Magen in Magnesium und Stearinsäure [1]. Dabei handelt es sich um zwei Stoffe, die natürlicherweise in einer Vielzahl von Nahrungsmitteln vorkommen.

Zu welchem Zweck Magnesiumstearat in unseren Produkten enthalten ist!

Ziemlich offensichtlich ist, dass Magnesiumstearat keinen aktiven Inhaltsstoff des GANNIKUS Original Zink Stack oder dem GANNIKUS Original Vitamin C darstellt. Immerhin besteht dieser Rohstoff nur zu rund vier Prozent aus elementarem Magnesium, wohingegen die restlichen 96 Prozent aus Stearinsäure und in geringerem Maße auch aus anderen Fettsäuren gebildet werden [1]. Trotzdem ergibt der Einsatz durchaus Sinn.

Wie auf den Etiketten unserer Produkte angegeben, verwenden wir Magnesiumstearat als Trennmittel. Dies ist nötig, damit die von uns verwendeten Wirkstoffe beim Zusammenmischen nicht verklumpen und sich somit gleichmäßig im Pulver verteilen. Nur so kann sichergestellt werden, dass jede Kapsel die gleiche Menge jedes einzelnen Inhaltsstoffes enthält.

Trennmittel Magnesiumstearat
Magnesiumstearat wird aus unterschiedlichen Gründen in Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln oder Kosmetika eingesetzt. In den Produkten von GANNIKUS Original erfüllen sie den Zweck des Trennmittels, der eine homogene Durchmischung der Wirkstoffe gewährleistet.

Warum wird behauptet, Magnesiumstearat sei gefährlich?

Wenn wir uns vor Augen führen, dass der Stoff, um den sich dieser Artikel dreht, im Grunde aus zwei Komponenten besteht, die oft sogar nebeneinander in vielen Nahrungsmitteln enthalten sind und wichtige Bestandteile unserer Ernährung darstellen, erscheint es zunächst nicht logisch, weshalb die Verbindung aus beiden Probleme bereiten sollte. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet in ihrem Positionspapier, dass Magnesiumstearat in dem sauren Milieu des Magens schnell wieder in Magnesium sowie Stearinsäure und Palmitinsäure zerfällt [1]. Schauen wir uns dennoch einmal die Argumente der Kritiker genauer an.

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Magnesiumstearat und sein Einfluss auf das Immunsystem

Eine Studie, die häufig von den Kritikern zitiert wird, ist eine Untersuchung aus dem Jahre 1990 mit dem Titel “Molekulare Basis für die immunsuppressive Wirkung von Stearinsäure auf T-Zellen” [2]. Tatsächlich scheint sie jedoch niemand richtig gelesen zu haben, denn in keiner Zeile ist von Magnesium, geschweige denn Magnesiumstearat die Rede.

Die Forscher dieser Studie haben T- und B-Zellen von Mäusen isoliert und diese im Labor einer Lösung ausgesetzt, die unter anderem Stearinsäure enthielt. Dabei stellte man fest, dass die Zellen die Fettsäure aufnahmen, sie in ihre Zellwand einbauten, dadurch instabil wurden und starben. Dies bedeutet jedoch auch nicht, dass Stearinsäure schädlich ist. Ansonsten würde der Verzehr von Kakao, Nüssen, Fleisch und Milchprodukten unser Immunsystem drastisch gefährden. Unter normalen Umständen sind unsere Zellen nie einer solch hohen Menge an freien Fettsäuren ausgesetzt. Weiterhin handelte es sich um Immunzellen von Mäusen, die außerhalb des lebenden Körpers untersucht wurden. Menschliche T-Zellen besitzen jedoch die Fähigkeit, gesättigte Fettsäuren in ungesättigte Fettsäuren umzuwandeln, wodurch sie nicht instabil werden würden [3]. Diese Studie liefert also kein Argument gegen den Einsatz von Magnesiumstearat.

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Der Einfluss des Trennmittels auf die Nährstoffabsorption

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass das häufig verwendete Trennmittel die Absorption von Nährstoffen hemmen soll. Bei der Entwicklung unserer Produkte legen wir stets größten Wert darauf, die Absorption und Bioverfügbarkeit so effizient wie möglich zu gestalten, um das Maximum aus den Wirkstoffen herauszuholen. Sollte Magnesiumstearat dem entgegenwirken, wäre dies ein durchaus großer Kritikpunkt!

Eine Laborstudie aus dem Jahre 2007 fand heraus, dass sich Tabletten, die Magnesiumstearat enthalten, gegenüber Tabletten ohne den Hilfsstoff in einem künstlich vorbereiteten Magensaft etwas langsamer auflösen [4]. Die Autoren schlussfolgerten jedoch, dass diese Versuche am lebenden Organismus wiederholt werden müssen, um die praktische Relevanz des Ergebnisses zu untersuchen.

Eine frühere Studie konnte jedoch bereits zeigen, dass Magnesiumstearat trotz langsamer Löslichkeit keinen negativen Effekt auf die Bioverfügbarkeit des untersuchten Medikaments aufwies [5]. Wieder eine andere Studie belegte keine Verlangsamung der Löslichkeit [6]. Auch wenn Magnesiumstearat unter manchen Umständen die Aufnahme von Stoffen verlangsamen könnte, sind uns bisher keine Studien bekannt, die auf eine Reduzierung der Bioverfügbarkeit hinweisen.

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Führt Magnesiumstearat zur Bildung von schädlichen Biofilmen?

Hin und wieder hört man, dass sich die Aufnahme des Hilfsstoffs zur Bildung schädlicher Biofilme im Darm führen kann. Die Aussage, dass Magnesiumstearat dies begünstigen könnte, rührt wahrscheinlich daher, dass Kalkseife, wie sie sich beispielsweise an Duschvorhängen oder in Abflussrohren bildet, aus Magnesium- oder Calcium-Salzen von Fettsäuren besteht. Daher denken Kritiker, dass Magnesiumstearat sich als Kalkseife im Darm ablagern könnte.

Es sollte aber ziemlich logisch erscheinen, dass sich die Darmwand des Menschen deutlich von einem Duschvorhang unterscheidet, vor allem was die ständige Bewegung angeht. Weiterhin zeigt keine einzige Studie am Menschen, dass es zu einer Bildung von Biofilmen durch das Trennmittel kommt. Wie bereits angesprochen, wird Magnesiumstearat bereits im Magen in Magnesium und Fettsäuren gespaltet, weshalb intaktes Magnesiumstearat erst gar nicht bis in den Darm gelangen sollte oder sich dort ablagern könnte [1].

Magnesiumstearat schädlich
Um den in den USA festgelegten Grenzwert von 2.500 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht zu erreichen, müsste man täglich mehrere tausend Kapseln der GANNIKUS Original Produkte aufnehmen.

Wie viel Magnesiumstearat gilt als ungefährlich?

Wie immer gilt auch hier der alte Spruch des Paracelsus: "Alle Dinge sind Gift und nichts ohne Gift – allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist." Dementsprechend gibt es auch für Magnesiumstearat gewisse Grenzwerte, die noch als sicher für den menschlichen Verzehr gelten. Allerdings gelten sie nur in den USA, wo basierend auf Tierversuchen eine Höchstmenge von 2,5 Gramm Magnesiumstearat pro Kilogramm Körpergewicht als sicherer Grenzwert angegeben wird [7]. Zum Vergleich, die WHO konnte auf Grundlage toxikologischer Untersuchungen keinen ADI-Wert (akzeptierbare tägliche Aufnahme) ermitteln und auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gibt keine Grenzwerte für Magnesiumstearat an [1, 8].

Ausgehend von den 2,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, die die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten (FDA) angibt, würde sich bei einer 80 Kilogramm schweren Person eine maximale Aufnahmemenge von 200 Gramm reinem Magnesiumstearat ergeben. Zum Vergleich: Eine Kapsel unseres GANNIKUS Original Zink Stack enthält weniger als zehn Milligramm des Trennmittels, wohingegen das GANNIKUS Original Vitamin C weniger als 15 Milligramm Magnesiumstearat liefert. Man müsste jeden Tag tausende unserer Kapseln aufnehmen, um auch nur in die Nähe dieses Wertes zu gelangen, wie die obere Grafik zeigt.

Fazit und Zusammenfassung

Um Magnesiumstearat ranken sich zahlreiche Mythen, die zum größten Teil aus der Fehlinterpretation von Studien zustande kommen und im Internet verbreitet werden. Tatsächlich konnte keine Studie bisher einen nennenswerten negativen Einfluss des technologischen Hilfsstoffs beim Menschen nachweisen. Weder in Bezug auf die Gesundheit noch auf die Interaktion mit anderen Nährstoffen. Tatsächlich sind die Magnesiumsalze der Speisefettsäuren so ungefährlich, dass es weder die Weltgesundheitsorganisation noch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit für nötig erachtet, einen Grenzwert für die Aufnahme abzuleiten.


Quellen:

  1. Mueller, U., et al. "Magnesium stearate." Safety evaluation of certain food additives and contaminants. World Health Organization, 2016. 38-49.
  2. Tebbey, P. W., and T. M. Buttke. "Molecular basis for the immunosuppressive action of stearic acid on T cells." Immunology 70.3 (1990): 379.
  3. Anel, Alberto, et al. "Fatty acid metabolism in human lymphocytes. II. Activation of fatty acid desaturase-elongase systems during blastic transformation." Biochimica et Biophysica Acta (BBA)-Lipids and Lipid Metabolism 1044.3 (1990): 332-339.
  4. Uzunović, Alija, and Edina Vranić. "Effect of magnesium stearate concentration on dissolution properties of ranitidine hydrochloride coated tablets." Bosnian journal of basic medical sciences 7.3 (2007): 279.
  5. Rekhi, Gurvinder Singh, et al. "Evaluation of in vitro release rate and in vivo absorption characteristics of four metoprolol tartrate immediate-release tablet formulations." Pharmaceutical development and technology 2.1 (1997): 11-24.
  6. Eddington, Natalie D., et al. "Identification of formulation and manufacturing variables that influence in vitro dissolution and in vivo bioavailability of propranolol hydrochloride tablets." Pharmaceutical development and technology 3.4 (1998): 535-547.
  7. Søndergaard, D., O. Meyer, and G. Würtzen. "Magnesium stearate given peroprally to rats. A short term study." Toxicology 17.1 (1980): 51-55.
  8. EFSA Panel on Food Additives and Nutrient Sources added to Food (ANS), et al. "Re‐evaluation of sodium, potassium and calcium salts of fatty acids (E 470a) and magnesium salts of fatty acids (E 470b) as food additives." EFSA Journal 16.3 (2018): e05180.
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