5 Wege, die Motivation fürs Training zu entfachen! - Gannikus.de

5 Wege, die Motivation fürs Training zu entfachen!

So schön das Bodybuilding auch sein kann, so hart ist es manchmal, sich immer wieder zu motivieren. Als absoluter Trainingsanfänger wird man kaum Probleme damit haben, sich Tag für Tag ins Studio zu schleppen und seine Einheiten ordnungsgemäß zu absolvieren. Kein Wunder, scheinen die Erfolge doch von ganz alleine zu kommen, ohne dass dafür ein großer Aufwand nötig wäre. Hat man dieses Stadium aber erst einmal verlassen, muss seinen Blick auf eine gesunde Ernährung und schwere Gewichte richten, kann es hin und wieder dazu kommen, dass die vorher dagewesene Lust auf das Training schwindet.

Als alter Hase im Studio wird man wissen, dass Tage, an denen die brennendende Leidenschaft für das Training fehlt, vollkommen normal sind. Tage, an denen man sich fühlt, als ob der Tank leer ist und der Treibstoff weit und breit fehlt.

Enthusiasmus ist verzwickt. An einem Tag scheint es, als ob man durch die eigene Motivation schier unendliche Kraft aufbringen kann, während man sich am anderen Tag fragt, warum man das Ganze überhaupt macht.

Gibt es nichts, worauf man sich in diesen Momenten stützen kann, wird sich das Training nutzlos anfühlen. Aus diesem Grund benötigt man ein Fundament. Säulen aus motivierenden Werkzeugen, die dabei helfen, ein Momentum für das Training zu entwickeln und die Lust dauerhaft zu befeuern.

Erfahrungsgemäß helfen dabei verschiedene Ansätze, die von Zeit zu Zeit variiert werden können, um nie den Spaß am Bewegen schwerer Gewichte zu verlieren.

#1 – Ziele aufschreiben!

Es scheint zwar sehr simpel, ist aber höchsteffektiv. Nur ein verschwommenes Ziel – beispielsweise „konsequent zu trainieren“ – zu haben, ist zu ungenau. Um motiviert zu bleiben, benötigt es einer genauen Zielsetzung, die der Kopf anvisieren kann.

Dabei wird kein allgemeiner Gedanke helfen, der in den nächsten Sekunden wieder vergessen ist. Das spezifische Ziel muss aufgeschrieben werden. Wer ganz Old School handeln möchte, schnappt sich Stift und Papier und schreibt sich drei Dinge auf, die in einem realistischen Zeitraum erreicht werden sollen.

Dabei scheint es sinnvoll, den Plan möglichst genau auszugestalten. Wie oft in der Woche soll trainiert werden? Wie viele Stunden soll jedes Workout umfassen? Wie viele Pausentage stehen zur Verfügung?

Falls es dann dazu kommen sollte, dass ein Workout ausgelassen wird, besteht immer noch die Möglichkeit, einen Pausentag dafür zu verwenden.

#2 – Trainingspartner finden!

Ein gesunder Konkurrenzkampf mit dem Partner beflügelt die Workouts.

Aus externer Quelle wird man keinen größeren Anreiz zum Training finden als einen Trainingspartner. Ein Partner im Studio bietet immer wieder die Möglichkeit, sich untereinander zu messen, zu motivieren und in Zeiten fehlender Lust mitzuziehen.

Es besteht eine einzigartige Verbindung zwischen dem Trainingspartner und einem selbst, wenn man die richtige Person findet. Die Auswahl sollte aber mit Bedacht getroffen werden, weil nicht jeder als Stütze geeignet ist.

Ein Partner sollte mindestens so stark und leidenschaftlich sein, wie man selbst ansonsten wird er es nicht schaffen, genügend freundschaftliches Konkurrenzdenken zu fördern. Außerdem muss er verlässlich sein.

Wenn die ausgewählte Person beim ersten Anreiz selbst gerne eine Einheit sausen lässt, eignet sie sich nicht als Partner.

#3 – Jeden Tag etwas Neues ausprobieren!

Vielleicht benötigt das eigene Trainingsprogramm von Zeit zu Zeit einfach eine Generalüberholung.

Man sollte sich folgende Fragen ehrlich beantworten:

  • Hat man in den letzten sechs Monaten erfolgreich Muskeln auf- oder Fett abgebaut?
  • Wie sieht es mit den Erfolgen in den letzten zwölf Monaten aus?

Die immer gleiche Routine über Monate und Jahre hinweg wird irgendwann zu einer langsamen Entwicklung, wenn nicht sogar zu Stagnation führen.

Um neue Motivation zu gewinnen, kann es hilfreich sein, in der nächsten Einheit etwas vollkommen Neues auszuprobieren. Dabei reicht es nicht aus, kleine Anpassungen vorzunehmen und lediglich den Wiederholungsbereich zu ändern.

Vielmehr geht es darum, die eigene Komfortzone zu verlassen. Ein komplett neu aufgelegtes Rückenworkout, ein exzessives Beintraining oder ein Ganzkörperplan können Wunder bewirken.

Was auch immer man verändert, es sollte eine grundlegende Veränderung des aktuellen Plans beinhalten.

#4 – Nicht zu viel denken!

Dieser Punkt geht Hand in Hand mit dem eben Besprochenen. Wer zu viel über die perfekte Gestaltung des Trainings nachdenkt, endet in einer Situation, die mehr und mehr zu sinkender Motivation führt.

Natürlich benötigt man für ein effektives Training einen durchdachten Ansatz. Man darf aber nicht den Fehler begehen und jedes kleinste Detail überanalysieren. So entsteht ein Perfektionismus, der bei der kleinsten Abweichung zur totalen Kapitulation führt.

Der Gang ins Studio sollte ohne spezifischen Plan erfolgen. Ist der Brusttag normalerweise exakt durchgetaktet? Startet man immer mit dem Langhantelbankdrücken und greift danach auf die Kurzhanteln zurück?

Warum nicht einfach mal die Übungen in umgekehrter Reihenfolge ausprobieren oder eine ganz neue Maschine verwenden? Wieso nicht einfach den Blick auf den Crossfit Bereich schwenken lassen und sich dort Inspiration holen?

Manchmal lohnt es sich, festgefahrene Strukturen hinter sich zu lassen und auf das Bauchgefühl zu hören.

Zu viele Gedanken verhindern, dass im Training die volle Leistung gebracht wird.

#5 – Erfolge in die Hände anderer legen!

Ein Training, bei dem man ganz auf sich alleine gestellt ist, hat durchaus Vorteile. So bleibt man immer flexibel und ist nicht auf Außenstehende angewiesen. Trotzdem hat es auch seine Schattenseiten, die einen großen Einfluss auf den Erfolg haben können.

Die Vorteile eines Trainingspartners scheinen endlos, aber ein spezifischer Blick zeigt, wie wichtig es ist, den Weg ins Studio gemeinsam zu bestreiten.

Egal, ob es nun eine Person ist, die man als Trainingspartner sieht, oder aber ein Coach, den man für seinen Rat bezahlt, man findet einen Fels in der Brandung, auf den man sich verlassen kann. Das ist wichtig, weil man sich so voll und ganz auf das eigentlich Wichtige fokussieren kann – das Training.

Im ersten Moment wird es für einige Sportler schwierig sein, das Zepter und die Verantwortung komplett aus der Hand zu geben. Hat man sich aber einmal komplett damit arrangiert, den Worten einer externen Person zu vertrauen, findet man neue Kraftreserven, die im Training genutzt werden können.

Bei der nächsten Motivationsflaute kann man sich ins Gedächtnis rufen, dass jeder Athlet – egal ob Hobbysportler oder Profi – hin und wieder mit fehlender Lust zu kämpfen hat. Mit diesem Wissen im Hinterkopf fällt es leichter, nicht komplett zu resignieren und nach Auswegen zu suchen. Erfahrungsgemäß helfen dabei verschiedene Ansätze, die entweder einzeln oder aber in Kombination genutzt werden können, um neue Begeisterung zu entfachen.


Quelle: muscleandstrength.com/articles/8-ways-enthusiastic-working-out