Die wichtigsten Fakten, die du vor der Verwendung wissen musst! - Gannikus.de

GewichthebegürtelDie wichtigsten Fakten, die du vor der Verwendung wissen musst!

Solltest du als Bodybuilder bestimmtes Trainingsequipment einsetzen oder nicht? Sind Dinge wie Zughilfen oder Gewichthebegürtel tatsächlich sinnvoll? Insbesondere der Gürtel wird stets heiß diskutiert und wird in nahezu jedem Fitness Studio täglich ohne größeres Nachdenken verwendet, um sowohl Kraft als auch Stabilität zu steigern. So viel vorweg: Der Gewichthebegürtel kann unter Umständen dein bester Freund sein. Gleichzeitig kann er dir allerdings auch zeigen, wie schwach du wirklich bist!

Mit oder ohne Gürtel?

Betrachtet man die gesundheitliche Problematik, die sich in Deutschland abzeichnet, ergibt es durchaus Sinn, mit einem Schutz für die Wirbelsäule zu arbeiten. Denn bereits ein Drittel aller erwachsenen Personen mit überwiegend sitzender Tätigkeit weisen diverse Erkrankungen, Verletzungen oder Degenerationen im Bereich der Wirbelsäule auf. Trainiert man nun nicht ausgewogen und vor allem immer schwer – gegebenenfalls sogar mit schlechter Technik -, fördert das die langfristige Wirbelsäulen Gesundheit nicht unbedingt. Der Einsatz eines Gewichthebegürtels kann daher präventiv eingesetzt durchaus Sinn ergeben.

Der Gewichthebegürtel hat einen schonenden Effekt auf die Wirbelsäule

Einer der wichtigsten Gründe für einen Gewichthebegürtel ist die Erhöhung des intraabdominalen Drucks. Das ist der Druck, der im Bauchraum aufgebaut werden kann. Man kann sich das Ganze wie einen riesigen Luftballon im Bauchraum vorstellen. Je höher dieser Druck, desto stärker ist die Wirbelsäule gesichert und kann somit in neutraler Position gehalten werden. Insbesondere im Lendenwirbelbereich. Gerade bei Übungen wie dem schweren Kreuzheben ist die Gefahr groß, dass die Wirbelsäule nicht ordnungsgemäß gesichert werden kann und es zu Verletzungen kommt . Der Gürtel hilft hier, leichter einen stärkeren Druck aufzubauen.

Doch das ist nicht alles. Ein Gewichthebegürtel kann zudem die Stauchung der Wirbelsäule bei schweren Grundübungen verringern. So konnte gezeigt werden, dass ein schweres Training der Kniebeuge und des Kreuzhebens ohne Gürtel zu einer Stauchung der Wirbelsäule um rund 3,6 Millimeter zu verzeichnen ist. Ein Training mit Gürtel hatte lediglich einen Wert von rund 2,9 Millimeter.

Eine stabilisierte Aufrichtung durch den Gewichthebegürtel

Ein guter Gewichthebegürtel muss sowohl vorne als auch hinten breit sein.

Mit einem Gewichthebegürtel steht man insgesamt stabiler. Das ist zu einem großen Teil ebenfalls auf den erhöhten Bauchinnendruck zurückzuführen. Um diesen aufzubauen, muss man gezielt mit dem Bauch gegen einen eng anliegenden Gürtel pressen. Dadurch werden auch gefährliche seitliche Bewegungen oder unkontrollierte Rotationsbewegungen verhindert.

Hier zeigt sich jedoch auch bereits eine erste Schwäche: Ein guter Gewichthebegürtel darf nicht nur hinten, sondern muss vor allem auch vorne breit sein. Ansonsten ergibt sich keine Möglichkeit, ausreichend Druck gegen den Gürtel aufzubauen. Der Gürtel ist dann praktisch nutzlos. Leider sind viele erhältlichen Modelle preisgünstiger Hersteller an der Rückseite extrem breit, nach vorne hin jedoch schmal zulaufend und somit deutlich weniger effektiv als gewünscht.

Ein Gewichthebegürtel kann die Leistung verbessern

Durch die verbesserte Stabilität im gesamten Torso kann es durch den Einsatz eines Gewichthebegürtels schnell zu einer Kraftsteigerung kommen und diese ist nicht zu unterschätzen. Eine Leistungssteigerung von bis zu acht Prozent konnte in schweren Sätzen gemessen werden. Wer also intensiv trainiert, der kann mit einem Gürtel noch einmal ein paar Prozentpunkte herausholen. Allerdings ist das nicht immer nur als positiv zu werten, wie wir gleich noch sehen werden.

Ein Gewichthebegürtel beugt Varikozellen vor

Noch ein etwas skurriler Fakt zum Schluss, bevor wir uns den potentiellen Nachteilen widmen. Ein Gewichthebegürtel kann Varikozellen vorbeugen. Das sind Venenverengungen an den Hoden. Symptome hierfür sind schmerzende Hoden bei Atemblockaden unter Belastung. Einer Studie nach treten derartige Symptome bei fast zwei Drittel aller untersuchten Bodybuilder auf, die regelmäßig schwere Kniebeugen ohne Gürtel durchführen. Im schlimmsten Fall können derartige Symptome zu Unfruchtbarkeit führen.

Der Gewichthebegürtel bringt nicht nur Vorteile mit sich

Ein alarmierendes Signal ist es, wenn deine Leistung durch die Verwendung eines Gürtels deutlich ansteigt. Das zeigt letztlich nur, dass deine stabilisierenden Muskeln nicht ausreichend gut trainiert bzw. nicht auf gleichem Niveau mit den restlichen an einer Übung beteiligten Muskeln sind. Das bringt am Ende nur ans Licht, dass die Kraftdifferenz zwischen deiner eigentlichen Stärke und dem schwächsten Glied in der Kette enorm hoch ist, was durchaus als negativ eingestuft werden muss. Um sich nicht dauerhaft an einen Gürtel zu ketten und sich abhängig von dessen Einsatz zu machen, sollten derartige Kraftdefizite möglichst schnell wieder aufgearbeitet werden.

Auch die Gefahr, einen Black Out bei schweren Sätzen zu erleiden, steigt mit der Verwendung eines Gewichthebegürtels an. Zwar ist von der Natur eine natürliche Atermblockade eingeplant, ein externer Druck von außen, um diese Atemblockade zu erhöhen, jedoch nicht. Durch diesen starken äußeren Druck kann es dann zum Aussetzen bzw. zur Überlastung körpereigener Schutzmechanismen von Herz und Gehirn kommen. Speziell dann, wenn der Gürtel sehr eng angelegt ist, was man gerade häufig bei Maximalkraftversuchen sieht. Gepaart mit der verminderten Möglichkeit, ausreichend stark zu atmen, kann das zu einem vorübergehenden Sauerstoffmangel im Gehirn mit entsprechendem Black Out führen.

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So wendest du den Gewichthebegürtel richtig an

Verzichte bei submaximalen Sätzen so lange wie möglich auf den Gürtel und beschränke dich lediglich bei sehr schweren Sätzen auf dessen Einsatz.

Es ist durchaus korrekt, dass auch der Gürtel enger geschnallt werden muss, je höher das Gewicht wird, doch arbeite dich auch hier langsam nach vorne und schnalle nicht von heute auf morgen viel zu eng und viel zu stark.

Verzichte zudem beim Aufwärmen oder auch bei Übungen, die keine Wirbelsäulenunterstützung benötigen, auf den Einsatz des Gürtels, um dein Kraftdefizit zwischen stärkstem und schwächstem Glied nicht noch unnötig stark auseinander driften zu lassen. Kennst du den Typen im Studio, der das ganze Training über einen Gürtel trägt, Auch bei Bizepscurls am Kabel mit leichtem Gewicht? Sei nicht dieser Typ! Setze den Gürtel mit Bedacht ein und nicht als modisches Gym Accessoire.