Aufklärung zu den Gerüchten um Unstoppable und anderen Boostern - Gannikus.de

Aufklärung zu den Gerüchten um Unstoppable und anderen Boostern

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Mittlerweile ist DMBA in Deutschland verboten. Für mehr Infos siehe hier.

In letzter Zeit kamen einige Gerüchte über Pre Workout Supplemente auf. So soll Unstoppable von Dedicated Nutrition verboten werden. Angeblich würde Unstoppable eine verbotene Substanz enthalten, die nun aber wieder herausgenommen wurde. Genauso solle es angeblich White Heat von VPX so wie anderen Boostern ergehen. Doch das ganze können wir aufklären.

Wir haben eine brandneue Studie analysiert, in der Booster auf die Stimulanz 1,3-dimethylbutylamine (DMBA) getestet wurden. Seht hier das überraschende Ergebnis.

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Die NSF International (Ann Arbor, MI, USA) und das Netherland’s National Institute for Public Health and the Environment (RIVM) haben insgesamt 15 Supplements aus dem Bereichen "Pre Workout Booster", "Fat Burner "und zur "Steigerung der geistigen Performance" analysiert und einmal geprüft, wie hoch der Anteil an 1,3-dimethylbutylamine (DMBA) ist. Zum Teil mit einem sehr überraschenden Ergebnis.

Von was für eine Stimulanz reden wir hier eigentlich genau?

1,3-dimethylbutylamine (DMBA) (die chemische Bezeichnung für den die Stimulanz) hat viele Namen. So ist 1,3-dimethylbutylamine unter der Bezeichnung DMBA4-Amino-2-Methylpentane Citrate so wie auch unter dem Markennamen AMP Citrat auf Suppelement-Etiketten deklariert.

1,3-dimethylbutylamine (DMBA) ist eine Stimulanz, die bisher noch nicht am Menschen medizinisch getestet worden ist. Das bedeutet, dass es keinerlei Studien bezüglich Wirkung so wie auch der Nebenwirkungen gibt. DMBA ist vom chemischen Aufbau stark mit DMAA 1,3-dimethylamylamine verwandt, welches ja bekanntlich verboten wurde. Das DMAA war DER Inhaltsstoff von Pre Workout Boostern wie Craze oder Jack3d. Geranium wurde aufgrund seiner starken Nebenwirkungen vor gut über einem Jahr in Nordamerika so wie auch in Europa verboten und wird seither als illegale Stimulanz geführt. Es gibt allerdings noch Länder, in denen man DMAA, auch unter dem Namen Geranium bekannt, legal käuflich erwerben kann. (Bevor hier jetzt einige wieder aufschreien, weil sie im Netz mal ein Döschen 1,3-dimethylamylamine (DMAA) gesehen haben).

Die Stimulanz  1,3-dimethylbutylamine (DMBA) gilt als der Nachfolger von DMAA, da sie ähnlich stark wirkt, jedoch nicht verboten ist. 1,3-dimethylbutylamine (DMBA) ist dem 1,3-dimethylamylamine (DMAA) vom chemischen Aufbau sehr ähnlich, weswegen Urintests positiv anschlagen können. Das liegt daran, dass DMBA strukturell Substanzen wie DMAA, Ephedrin oder Amphetamin sehr ähnlich ist, aber mehr eben auch nicht.

Es muss dazu gesagt werden, dass Urin Tests die bspw. bei einer Verkehrskontrolle durchgeführt, rechtlich keine Relevanz haben. Denn diese Tests sind sehr ungenau. Einzig und alleine der Blutest so wie auch eine Haaranalyse hat rechtliche Relevanz. Bei einer Blutabnahme wird somit das Ergebnis immer negativ sein. Da in natural Verbänden des Bodybuilding allerdings relativ lasch getestet wird, ist von einer Einnahme von DMBA abzuraten. Hier sollte niemand ein unnötiges Risiko eingehen.

In den USA so wie auch in Europa ist es legal Inhaltsstoffe in ein Nahrungsergänzungsmittel zu packen ohne nachzuweisen, dass die enthaltenen Substanzen für den Körper unschädlich sind. Das gibt Supplement-Herstellern natürlich große Freiheiten. Wobei auch jeder selbst entscheiden kann und muss, was er seinem Körper zuführt und was nicht.

DMAA hat beispielhaft gezeigt, wie potent aber auch wie gefährlich Nahrungsergänzungsmittel mit Arzneimitteln sein können. Im Jahr 1948 wurde DMAA als Medikament zum Abschwellen der Nasenschleimhäute auf dem Markt eingeführt und nach kurzer Zeit schon wieder heruntergenommen. Ganze 40 Jahre lang war DMAA in der Versenkung verschwunden bis die Supplementindustrie es im Jahre 2006 als Inhaltsstoff wieder einführte. Supplemente mit DMAA wurden von Millionen Sportlern gekauft. Alleine im Jahr 2010, sorgten Supplemente, die DMAA beinhalteten, für einen Umsatz von 100 Millionen US Dollar. Und Warum? Weil diese Supplemente sehr potent in Ihrer Wirkung waren. Egal, ob als Fat Burner oder Pre Workout Booster. Aber etwas das stark wirkt, kann im falschen Umgang eben auch zu starken Nebenwirkungen führen. Und so wurde der Druck auf Behörden immer größer, bis DMAA schließlich verboten wurde.

Während sich die Behörden weltweit darauf konzentriert haben, DMAA aus dem Verkehr zu ziehen, hat sich die Supplementindustrie darauf fokussiert neue synthetische Stimulanzien in "natürliche Nahrungsergänzungsmittel" zu packen. So wurden zum Beispiel im vergangenem Jahr die zwei Stimulanzien β-Methyl-Phenylethylamin (BMPEA) und α-diethylphenylethylamine (DEPEA), die in Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sind, in den USA, Europa und anderswo entdeckt.

In der nun durchgeführten Studie wurde versucht den Inhalt von  1,3-Dimethylbutylamin (DMBA), 2-Amino-4-methylpentan und als 4-Methyl-2-pentanamine bekannt nachzuweisen.

1,3-Dimethylbutylamin (DMBA) wurde bisher bei noch keinem Supplement auch als 1,3-Dimethylbutylamin (DMBA) deklariert. Sondern immer als AMP Citrate, 4-Amino-2-methylpentan-Citrat, AMP-Citrat, 1,3-Dimethylbutylamin Citrat, 4-Amino-2-pentanamine, Pentergy und 4-AMP auf Etiketten gekennzeichnet.

Das Ergebnis der Studie:

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(Sports Nutrition = Pre Workout Booster, Weight Loss = Fat Burner, Brain Enhancers = Steigerung der geistigen Fähigkeiten)

Anhand der Studie lässt sich sehr gut erkennen, wie hoch der Anteil an DMBA in den jeweiligen Supplementen ist. Das ist alleine schon deshalb interessant, weil jedes dieser Supplemente mit einer Proprietary Blend versehen ist. Das heißt es ist zwar angegeben, dass ein gewisse Substanz in einem Nahrungsergänzungsmittel enthalten ist, aber die Dosis verrät der Hersteller nicht.

Die höchste Dosis enthält der AMPilean Fat Burner von Lecheek Nutrition. Dieser wird auch in Deutschland verkauft und kann über Amazon oder American Supps erworben werden.

Was wir uns bei unserem Test schon dachten, bestätigt nun auch das Ergebnis dieser Studio. Redline White Heat von VPX hat seine boostende Wirkung wohl hauptsächlich dem sehr stark dosiertem Koffein zu verdanken. In White Heat selbst ist mit 76 mg eher eine niedrige bis moderate Menge an DMBA untergebracht.

Die eingenommene Menge an DMBA kann sich von Supplement zu Supplement doch sehr stark unterscheiden. Denn die Einnahmeempfehlung fällt hier stark unterschiedlich aus. Wer 2 Scoops Frenzy von DS zu sich nimmt, hat 210 mg DMBA intus. 2 Scoops ist die höchste Dosis die man laut DS einnehmen sollte. Das ist eine Menge bei der wirklich jeder aus unserem Team sehr stark am Zeiger gedreht hat. Bösartige Nebenwirkungen waren allerdings keine erkannbar.

AMPitropin von Lecheek Nutrition ist ein Supplement welches den Fokus verbessern soll. Wer hiervon 3 Kapseln einnimmt, hat 320 mg DMBA zu sich genommen. Allerdings schreibt der Hersteller auch, dass man nicht mehr als 2 Kapseln auf einmal nehmen sollte und nicht mehr als 3 Kapseln innerhalb von 24 Stunden.

Bezüglich der Einnahmepfehlung kann man hier keinem Hersteller etwas vorwerfen. Sowohl Einnahmeemfpehlungen als auch Warnhinweise sind auf den Packungen vorhanden. Wir reden hier nun mal von einem potenten Supplement bei dem jeder selbst verantwortlich damit umgehen muss!

Etwas ärgerlich ist das Ergbnis, dass 2 Supplemente, welche einem den Inhalt an 4-Amino-2-Methylpentane Citrate versprechen, jedoch gar keines beinhalten. Das ist schon wirklich eine sehr dreiste Abzocke und da stellt man sich die Frage, wie oft man wohl schon ein Supplement gekauft hat, in dem ein Wirkstoff, der auf dem Etikett angepriesen wird, überhaupt nicht enthalten ist.

Auf den Etiketten von Frenzy und OxyphenXR AMP’D wurde angegeben, dass das enthaltene DMBA aus dem Pouchong Tee extrahiert wurde. Die Blätter der Camellia Sinesis werden verwendet um Oolong und Pouchung Tee zuzubereiten. Doch um 12 mg DMBA Extrakt zu extrahieren, würde über eine Tonne des Pouchung Tees benötigt.

Wahrscheinlicher ist, dass der DMBA Rohstoff aus China stammt. Dort kann DMBA in Pulverform relativ günstig erworben werden.


Dedicated Unstoppable und die Rechtslage

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Vor kurzen hat das Netherland’s National Institute for Public Health and the Environment (RIVM) außerdem den Booster Untoppable von Dedicated Nutrition getestet. Grund hierfür war ein positiver Doping Test von einem niederländischen Athleten, der Unsoppable konsumiert hatte.

Dedicated hatte auf den Etiketten von Unstopabble in keiner Form angegeben, dass der Pre Workout Booster DMBA enthält. Dies erklärt aber die äußerst starke Wirkung, die wir selbst festgestellt haben und uns durch viele Erfahungsberichte zugetragen wurde. Leider geht aus der Studie nicht hervor, wie hoch die Dosis des enthaltenen DMBA gewesen ist.

Gerüchten zufolge verkauft Dediacted mittlerweile Unstoppable ohne DMBA. So soll in keiner der neuen Geschmacksrichtungen mehr DMBA enthalten sein. Unstopabble von Dedicated ist somit nicht verboten!

Edit: Mittlerweile konnten wir auch die neuen Geschmacksrichtungen testen und konnten bezüglich der Wirkung keinerlei Unterschiede zu den alten Geschmacksrichtungen fest stellen. Auch hier war die Wirkung des Boosters sehr stark! Somit gehen wir davon aus, dass auch bei den neuen Geschmackssorten DMBA enthalten ist.

Der Inhaltsstoff Higenamine steht auf der Dopingliste. Dieser ist jedoch auf dem Etikett eindeutig deklariert!

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In welchen Supplementen ansonsten noch DMBA enthalten ist, dies aber nicht auf dem Etikett deklariert wurde, ist uns leider nicht bekannt.


VPX Redline White Heat und die Rechtslage

White Heat hat auf seinem Etikett DMBA deklariert. Unter der Proprietary Blend wird die Substanz 4-Amino-2-methylpentan-Citrate aufgeführt. Das ist bekanntlich ein anderer Name für die Stimulanz DMBA. Die Studie hat uns gezeigt, dass mit 75 mg eine eher moderate Menge an DMBA in White Heat enthalten ist.

Problematisch sieht das ganze mit White Heat rechtlich gesehen nur aus, wer die US Version kauft. Diese enthält 400 mg Koffein und das ist in Deutschland zu viel für eine Portion. In Deutschland dürfen Supplemente pro Portion maximal 300 mg Koffein enthalten.

Das Gerücht Redline White Heat sei in Deutschland auf Grund des Yohimbins verboten, ist hingegen falsch! In White Heat ist lediglich Yohimbe Extrakt enthalten und dass in einer sehr, sehr niedrigen Dosierung. Yohimbe Extrakt darf in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden.

VPX Redline White Heat ist also in der US Version einzig und alleine wegen den 400 mg Koffein pro Portion nicht verkehrsfähig!!!

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Driven Sports Fenzy und die Rechtslage

Frenzy enthält, wie wir in der Studie sehen können, eine ordentliche Menge an DMBA. Da DMBA aber aktuell in Europa nicht verboten ist, stellt es auch kein Problem dar Frenzy käuflich zu erwerben.

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Man kann also abschließend folgendes Fazit ziehen:

Aktuell ist noch kein Supplement, welches 1,3-dimethylbutylamine (DMBA) enthält, verboten worden. Weder in den USA, noch in Europa. Unserer Einschätzung nach ist es allerdings nur noch eine Frage der Zeit bis Nahrungsergänzungsmittel mit DMBA verboten werden. Das hat einfach die Vergangenheit gezeigt, dass man mit starken Stimulanzien keinen liberalen Umgang gewähren möchte. Mit DMAA wurde eine Stimulanz aus dem Verkehr gezogen, die schon medizinisch getestet wurde. DMBA hingegen wurde noch nicht medizinisch getestet, daher ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass DMBA verkehrsfähig bleibt. Wer also noch einen der Pre Workout Booster VPX Redline White Heat oder Driven Sports Frenzy haben möchte, sollte besser zuschlagen.

Dedicated hat mit seinem Vorgehen zwar die Kunden verarscht, muss aber nicht mit einem Verbot von Unstoppabble rechnen, sofern die Gerüchte stimmen, dass in Unstoppable kein DMBA mehr enthalten ist.

Wettkampf-Sportler und DMBA

Aktuell wird die Stimulanz DMBA nicht als Dopingmittel gelistet. Jedoch soll die WADA (Welt Anti-Doping Agentur)  1,3-dimethylamylamine demnächst als verbotene Substanz unter dem Abschnitt S6 wegen seiner Ähnlichkeit zu DMAA (Geranium) aufnehmen.

Gesuntheitliches Risiko

Die gesundheitlichen Risiken von DMBA in pharmakologischen Dosen sind nicht bekannt. DMBA wurde nie beim Menschen medizinisch getestet und untersucht. Es scheint wohl nur 2 Studien aus den 1940er Jahren zu geben, bei denen Hunden und Katzen DMBA verabreicht wurden. Diese kleinen Studien geben aber Hinweise darauf, dass DMBA etwas weniger wirksam als DMAA ist.

Wie so häufig im Leben macht die Dosis das Gift. Daher sollten alle, die Supplemente mit DMBA einnehmen, verantwortungsvoll damit umgehen.


Die Quellen für diese Informationen sind das livescience.com Magazin und das Netherland’s National Institute for Public Health and the Environment Health Protection. Diese sind absolut glaubhaft und belegbar.

Referenz: 1,2