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Flex Wheeler – Einer der legendärsten Arnold Classic Gewinner!

Im Kopf vieler begeisterter Hobbysportler ist oft nur ein einziger Wettkampf in der Bodybuildingwelt fest verankert. Jeder noch so junge Athlet wird das einzigartige Event kennen, das einmal im Jahr in Las Vegas zelebriert wird: der Mr. Olympia. Fragt man diese Sportler dann nach weiteren, wichtigen Wettkämpfen, die in der Welt des Muskelwachstums ebenfalls einen hohen Stellenwert für jeden Wettkampfathleten haben, wird die Luft plötzlich dünn. Das liegt natürlich am medialen Interesse und an der polarisierenden Aufmachung, die der Mr. Olympia mit sich bringt. Das Kräftemessen der Giganten dieses Planeten und die bekannten Gesichter der Hochglanzmagazine treffen dort zusammen, um den einzig wahren Sieger zu ermitteln. Dabei geraten selbst Veranstaltungen mit vergleichbarem Stellenwert in den Hintergrund und in gleichem Maße auch Athleten, die diese Wettkämpfe über Jahre hinweg dominierten!

Ein vom Ansehen her ebenfalls sehr wichtiger Wettkampf ist die Arnold Classic, die ihr 30-jähriges Jubiläum im März 2018 feiern wird. Betrachtet man die Sieger der vergangenen Jahre, wird sehr schnell deutlich, wie hochkarätig diese Veranstaltung besetzt ist.

Cedric McMillan, Kai Greene und Dexter Jackson nehmen dort den Platz ganz oben auf dem Treppchen ein.

Neben den aktuellen Siegern existiert ein Mann, der die Arnold Classic über mehrere Jahre hinweg dominierte und der sich zu den besten Athleten zählen darf.

Der Spagat

In den 80er Jahren fängt ein Mann mit dem Namen Kenneth Wheeler an, sich für das Bodybuilding zu interessieren und macht eine rasante Entwicklung durch. Bereits 1985 kann er den Teen Mr. America für sich entscheiden.

Der Ausnahmeathlet hat zu diesem Zeitpunkt bereits einen schweren Weg hinter sich. Als Opfer von Misshandlungen und Schwierigkeiten in der Schule muss der in Fresno geborene Kenneth eine schwere Kindheit durchmachen. Der Sport hilft ihm dabei, sich auf seine Stärken zu fokussieren und sein Leben in die richtige Bahn zu lenken.

Es dauert nicht lange, bis der US-Amerikaner in die Profiliga aufsteigen kann. Durch den Overall-Sieg bei der NPC USA im Jahr 1992 öffnet sich für ihn die Welt zur Elite des Bodybuildings.

Man munkelt, dass er den Spitznamen „Flex“ trägt, weil er zur damaligen Zeit der einzige Athlet war, der einen vollständigen Spagat auf die Bühne bringen konnte.

Das Zeug zum Profi

Bereits im ersten Jahr als Profi beweist Flex Wheeler, dass er es nicht nur verdient hat, in diese Liga aufgenommen worden zu sein, sondern für die ganz Großen des Sports ein ernstzunehmender Gegner ist.

So gelingt es ihm, die Ironman Pro und die Arnold Classic für sich zu entscheiden und bereits im jungen Alter von 27 Jahren den zweiten Platz beim Mr. Olympia zu belegen. Kaum ein anderer Athlet wird in seinem ersten Jahr als Profisportler die gleichen Erfolge aufweisen können.

Die Tatsache, dass in diesem Jahr ein extrem starkes Teilnehmerfeld bereitstand, unterstreicht nur mehr, dass Flex Wheeler schon zu diesem Zeitpunkt ein Ausnahmeathlet ist. Neben ihm stehen Lee Labrada und Vince Taylor auf dem zweiten und dritten Platz.

Schwere Zeiten

Wer hoch fliegt, kann auch tief fallen. Davon bleibt auch Flex Wheeler nicht verschont. Nach dem ersten Jahr als Profi muss er einen Rückschlag erleiden, nachdem ihn ein schwerer Autounfall fast das Leben kostet.

Zwar steht er bereits 1995 wieder auf der Bühne, kann aber erst zwei Jahre später große Erfolge feiern.

Die Entwicklungen im Wettkampfbodybuilding in der darauffolgenden Zeit gehen auch an Flex Wheeler nicht spurlos vorbei. Hat er in früheren Wettkämpfen noch mit Proportionen und klassischer Ästhetik geglänzt, muss er sich im neuen Jahrtausend dem Freak-Faktor beugen und startet mit einer monströsen Masse in seine Wettkämpfe.

Zu diesem Zeitpunkt werden auch die Stimmen lauter, die ihm den Syntholmissbrauch vorwerfen und nach seiner ursprünglichen Form verlangen.


Auch Flex muss sich der Entwicklung hin zur Freak-Show beugen.

Rekordhalter

Mit insgesamt vier Siegen bei der altehrwürdigen Arnold Classic in den Jahren 1993, 1997, 1998 und 2000 ist es nicht verwunderlich, dass viele Fans des Bodybuildings Flex als ungekrönten Mr. Olympia bezeichnen, hat er doch mit diesen Titel über viele Jahre den Rekord gehalten.

Erst 2013 wird dieser durch Dexter Jackson mit dem fünften Sieg der Arnold Classic gebrochen.

Trotz schwieriger Kindheit und weiteren Steinen, die ihm in den Weg gelegt wurden, hat Kenneth „Flex“ Wheeler es geschafft, sein Ausnahmetalent unter Beweis zu stellen. Mit vier Siegen bei der Arnold Classic und einem Rookie-Jahr im Profisport, das seinesgleichen sucht, kann er sich ohne Wenn und Aber zu den legendärsten Athleten in der Geschichte des Bodybuildings zählen. Zwar ist es schade, dass er seine Proportionen irgendwann durch das Verlangen nach Freaks auf der Bühne aufgeben musste haben. Trotzdem ist und bleibt der Spagatmann ein Schwergewicht des Bodybuildings und ist heutzutage verdientermaßen eine der Legenden.

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