Kai Greene wittert Chance auf den Mr. Olympia?! - Gannikus.de

Nach Aus von Shawn RhodenKai Greene wittert Chance auf den Mr. Olympia?!

Sollte AMI (American Media, Inc.), das Unternehmen hinter dem Mr. Olympia, seine Aussagen nicht plötzlich komplett über den Haufen werfen, dann wird Shawn Rhoden in diesem und auch in den kommenden Jahren nicht mehr am Wettkampf in Las Vegas teilnehmen. Dass dadurch natürlich einige seiner größten Konkurrenten auf den Plan gerufen werden, versteht sich von selbst. Unter anderem wird darüber spekuliert, dass Phil Heath seine Bemühungen intensivieren und definitiv früher als geplant zurückkehren könnte. Der siebenmalige Titelträger ist aber nicht der einzige vermeintliche Nutznießer, der die aktuellsten Entwicklungen aufmerksam verfolgen dürfte. 

Mittlerweile sind tatsächlich bald fünf Jahre vergangen, seitdem Kai Greene das letzte Mal als Teilnehmer beim Mr. Olympia auf der Bühne stand. Der US-Amerikaner belegte damals den zweiten Platz hinter Phil Heath, genau wie 2013 und auch 2012. Trotz der nicht enden wollenden Spekulationen hinsichtlich eines Comebacks in Las Vegas hat sich der IFBB Pro aus New York jedoch bislang dagegen entschieden, auf die imposanteste Bodybuilding-Bühne der Welt zurückzukehren. Es soll nicht nur um Geld gehen, sondern ebenfalls Meinungsverschiedenheiten mit den Veranstaltern geben. Ob diese Hürden nun überwunden werden könnten? Vorstellbar wäre es, denn die Vorzeichen haben sich in der Tat geändert.

Aufgrund der Vergewaltigungsvorwürfe ist es Shawn Rhoden nicht möglich, im kommenden September seinen Titel zu verteidigen. Ebenso fraglich ist, ob Phil Heath wirklich Ernst macht und erneut das Risiko eingeht, nach einer wiederholten Operation zu schnell zu viel zu wollen und am Ende eventuell noch einmal mit Blähbauch auf der Bühne zu stehen. Die Judges würden es ihm mit Sicherheit nicht verzeihen, der gewollte achte Titel wäre damit hinüber, eventuell sogar für immer.

Haftbefehl ausgestelltShawn Rhoden der Vergewaltigung beschuldigt und vom Mr. Olympia ausgeschlossen!

Im September letzten Jahres noch hat sich Shawn Rhoden mit dem Sieg beim Mr. Olympia in die Geschichtsbücher des Bodybuildings eingetragen. Der gebürtige Jamaikaner verdrängte Phil Heath von dessen Thron und feierte gleichzeitig den bislang größten Erfolg seiner Karriere. Wie aktuell gleich mehrere Berichte vermuten lassen, soll sich aber schon ungefähr einen Monat nach dem […]

In seiner Instagram-Story befeuerte Aaron Singerman jetzt aufs Neue die Gerüchte um ein Greene-Comeback beim Mr. Olympia. Während einem gemeinsamen Essen mit Brian Shaw und Eduardo, einem seiner Mitarbeiter, macht der Geschäftsführer von RedCon1 klar, dass eigentlich jeder in der Runde überzeugt davon sei, den mehrmaligen Arnold Classic Champion auf der Bühne in Las Vegas sehen zu wollen. Hinzukomme, dass die 400.000 US-Dollar, die als Preisgeld angesetzt sind, den momentanen Umständen zufolge leicht verdientes Geld seien, so zumindest Singerman im Wortlaut.

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Es dauerte nicht lange, bis auch Kai Greene sich persönlich auf die Anstachelung meldete und erklärte, dass selbstverständlich stets „merkwürdige Dinge“ („stranger things“) geschehen könnten – eine doppeldeutige Anspielung, bei der eingefleischten Serien-Fans direkt der Bezug zum Netflix-Format „Stranger Things“ auffallen dürfte, in der „The Predator“ die Rolle des Funshine verkörpert. Der IFBB Pro aus den USA fügt jedoch zusätzlich an, dass man schon bald sehen werde, was passiert. Eventuell ist das ein Hinweis auf das Austüfteln eines Comeback-Plans im Hintergrund.

Jay Cutler, seines Zeichens viermaliger Mr. Olympia, ist jedenfalls der Ansicht, dass Kai Greene den Mr. Olympia 2019 bei den derzeit herrschenden Umständen gewinnen würde, auch wenn er sich mit dieser Behauptung laut eigenen Angaben nicht unbedingt Freunde mache.

Ob Kai Greene ernsthaft ein Comeback plant, bleibt wie bereits die letzten Jahre fraglich. Immerhin stand der amerikanische IFBB Pro seit 2016 nicht mehr auf der Bühne und musste sich beispielsweise den Sieg bei der Arnold Classic in Ohio redlich verdienen, denn unter dem Strich gewann er nur wegen des gewerteten Posings gegen Cedric McMillan. Vergessen werden darf auch nicht, dass der New Yorker strenggenommen nicht für den Mr. Olympia qualifiziert ist und demnach auf die Großzügigkeit der Veranstalter hoffen muss, die ihm in der Vergangenheit mehrmals eine Spezialeinladung angeboten haben.